Forrester über Cloud Storage Gateways

Geregelter Abflug in die Wolke

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und beschäftigt sich mit Rechtsurteilen, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.

Zudem seien Gateways so ausgestaltet, dass sie Daten in gängigen Block- und File-Protokollen übernehmen und in das vom Cloud-Partner geforderte Format übersetzen. Da IT-Abteilungen in der Regel keine Interaktion mit den in der Cloud üblichen Back-Ends gewohnt seien, leiste das Gateway so wertvolle Translationsdienste, urteilt Forrester. Der Gateway-Vendor übernehme in der Regel auch notwendige Änderungen, wenn die Cloud-Provider ihre APIs änderten. Überdies sorgten sie für eine Verschlüsselung während des Datentransfers. I&O-Verantwortliche müssten hier allerdings aufpassen, weil dies von verschiedenen Gateways in unterschiedlicher Weise gehandhabt werde.

Automatischer Datenschutz

Eine weitere Funktion von Gateways sei ein automatischer Schutz von Daten, um eine robuste Performance zu gewährleisten, so Forrester weiter. Das Erstellen der benötigten Sicherheitskopien und Backup-Versionen geschehe quasi unterwegs, bei Bedarf könnten Anwender wie beim lokalen Speichern gewohnt ältere Versionen aufrufen – allerdings gänzlich ohne den gewohnten Pflegeaufwand.

Gateways unterstützen laut Reichman auch die Datensynchronisierung über verschiedene Standorte hinweg, was vor allem für internationale agierende Firmen und Unternehmen mit vielen Filialen oder Dependancen attraktiv sei. Via Kompression und Deduplizierung von Daten seien manche Gateways auch dazu in der Lage, Daten zu vergleichen und nur die tatsächlich nötigen Bits in die Cloud zu schicken. Das könne die Kosten für den Service-Provider signifikant senken, so Forrester.

Schon aus Eigeninteresse ist den Gateway-Anbietern daran gelegen, eine möglichst breite Palette an Cloud Storage-Möglichkeiten zu unterstützten. Traditionell unterstützen Gateways das Lagern von Daten in der Public Cloud. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie MicrosoftMicrosoft Azure, AmazonAmazon und Rackspace wird laut Forrester weithin unterstützt. Aber auch im Private Cloud-Umfeld spielten Gateways eine immer wichtigere Rolle. Hier dienen sie Anwendern als Mittel zur Synchronisierung mit dem eigenen Backend in der Cloud. Beide Ansatzpunkte lassen sich laut Studie auch elegant verknüpfen, falls Anwender auf Hybrid Cloud-Lösungen setzen. Alles zu Amazon auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Heterogene Anbieterlandschaft

Die Anbieterlandschaft ist laut Forrester Research derzeit noch sehr heterogen. In der Studie „Cache Is King In Cloud Storage Enablement“ stellt Andrew Reichman die speziellen Stärken und Ansatzpunkte der momentan führenden Gateway-Anbieter vor – darunter das von Microsoft übernommene Unternehmen StorSimple. Wer nur unkritische Archivdaten in der Cloud speichern wolle, komme wahrscheinlich gut ohne Gateway aus, so Forrester Research. „Aber für alle Use Cases, die erfolgs- oder risikosensible Daten miteinbeziehen, könnte Storage in der Cloud ohne Gateway eine schlechte Idee sein“, lautet das Fazit von Analyst Reichman.

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