Strategien


Konkurrenz Facebook und Pinterest

Google+ kommt nicht in die Gänge

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

War Facebook im Januar für satte 26,4 Prozent des gesamten Internet-Verkehrs verantwortlich, entfiel auf Pinterest immerhin 2,5 Prozent, während Google+ gerade einmal 0,24 Prozent des Webtraffics auf sich vereinen konnte. Ob Pinterest "das nächste große Ding im Web" wird, wie Focus-online mutmaßt, sei dahingestellt.

Der Focus mutmaßt, Pinterest könnte "das nächste große Ding im Web" werden.
Der Focus mutmaßt, Pinterest könnte "das nächste große Ding im Web" werden.
Foto: Pinterest

Aber selbst das Time Magazine zählt die Pinterest-Seite schon zu den 50 Webseiten des Jahres. Dabei ist Pinterest im Grunde nichts anderes als eine digitale Pinnwand, an der man Erlebnisse und Einkaufstipps austauschen kann. Für Unternehmen interessant dürfte Pinterest als Einkaufsführer werden; für das Networking mit Kunden eignet sich die Seite dagegen weniger.

Google fürs Business, Facebook für die Freizeit

Hier liegt nach wie vor die Chance für Google+, sich zu platzieren. Und so ist es sinnvoll, sich des schlechten Abschneidens bei Traffic-Analysen zum Trotz auch weiterhin mit dem Google-Netz zu beschäftigen. Schließlich sieht sich Google+ im Gegensatz zu Facebook selber als Business-Netzwerk an, was der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg zufolge durchaus auch in Deutschland goutiert wird.

Google+ hat vor Facebook und Pinterest die besten Karten als Business-Netzwerk. Der Traffic stimmt aber noch nicht bei Google.
Google+ hat vor Facebook und Pinterest die besten Karten als Business-Netzwerk. Der Traffic stimmt aber noch nicht bei Google.
Foto: Google

Die GfK-Studie "Social Networks in Deutschland - Reichweiten und Profildaten für Dezember 2011" jedenfalls berichtet von einem Wachstum von 200 Prozent in den vier letzten Monaten des vergangenen Jahres.

Das mag damit zusammenhängen, dass Google+ vor kurzem explizit auch Firmen-Accounts mit entsprechenden Unternehmensseiten zugelassen hat (CIO.de berichtete). Für einen weiteren Aufschwung könnte das möglicherweise bevorstehende Release einer Developer-API sorgen, die das Entwickeln von speziellen Google+-Anwendungen ermöglicht. Zumindest, heißt es beim Computermagazin "OnlinePC", lässt die "neu vorgestellte Seite Google+ Developers ... darauf hoffen". Mehr ist offiziell jedoch nicht zu erfahren.

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