Mehr Tempo und Reichweite

Hardware-Trends 2019: WLAN & Mobilfunk

24.01.2019
Von Sandra Ohse, Verena Ottmann, und Inel Walke-Chomjakov
Thomas Rau ist stellvertretender Chefredakteur PC-WELT Print bei IT-Media. 

Preis-Leistungs-Tipp: AVM FRITZBOX 7590

Preis: rund 230 Euro
Ausstattung: Internetanschluss: VDSLSupervectoring / WLAN: 11AC 4x4 (5 GHz: 1733 MBit/s; 2,4 GHz: 800 MBit/s) / LAN: 4x Gigabit / Telefonie: DECT-Basisstation, 2 Telefonanschlüsse (a/b oder TAE) / NAS: 2x USB 3.0 / Besonderheiten: MU-MIMO

Das braucht der Technikfan

WLAN-Abdeckung und Reichweite sind im Heimnetz mittlerweile deutlich wichtiger als Höchstgeschwindigkeit für einzelne Geräte. Weil immer mehr Notebooks, Smartphones und TabletsTablets Anschluss an das Funknetz suchen, reicht ein einzelner WLAN-Repeater wie der AVM Fritz-Repeater 1750E (rund 65 Euro) nicht mehr aus, auch wenn er mit bis zu 1300 MBit/s (5 GHz) beziehungsweise 450 MBit/s (2,4 GHz) arbeitet. Alles zu Tablets auf CIO.de

Zur lückenlosen WLAN-Abdeckung empfehlen sich deshalb Mesh-Systeme, die es inzwischen von sämtlichen wichtigen Routerherstellern gibt. Je nachdem, wie groß die Wohnung oder das Haus ist, das Sie mit WLAN versorgen wollen, müssen Sie zwischen 100 und 400 Euro ausgeben.

Am schnellsten sind Tri-Band-Systeme: Sie benutzen einen Funkbereich über 5 GHZ ausschließlich zur Verbindung der Mesh-Satelliten untereinander (Back-Haul) und funken über die anderen 5-GHz-Kanäle sowie mittels 2,4 GHz an WLAN-Gegenstellen. Für sehr große Netzwerke eignet sich beispielsweise der Netgear Orbi RBK50, den es im Zweier-Set für 370 Euro gibt. Günstiger sind die etwas langsameren Sets von D-Link – Covr 2202 für 330 Euro – und TP-Link – Deco M9 Plus für 280 Euro –, das auch die Smart-Home-Vernetzung per Zigbee unterstützt.

Günstigere Mesh-Systeme mit Dual-Band verwenden wahlweise die 5- oder 2,4-GHz-Frequenz, um sich untereinander zu verknüpfen. Diese Frequenz müssen sie sich dann mit den WLAN-Clients teilen, die an der jeweiligen Mesh-Station hängen: So arbeitet zum Beispiel Google Wifi (250 Euro für Zweier-Pack) oder das TP-Link Deco M5 (250 Euro für Dreier-Pack).

Einige Mesh-Systeme mit Dual-Band nutzen aus diesem Grund die Stromleitung mithilfe von Powerline als exklusive Back-Haul-Verbindung und haben so beide Frequenzen frei für WLAN-Clients: Devolo verspricht zum Beispiel für das Magic 2 Wifi (rund 200 Euro fürs Zweier-Set) ein Powerline-Tempo von 2,4 GBit/s. Huawei bietet ein ähnliches System mit einem GBit/s über Powerline als WiFi Q2 mit drei Stationen für 300 Euro an.

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