Telekom, Siemens und IBM

Hoffen auf Smart-City-Projekte



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.

Diskutiert wurden Fragen wie:

  • Welche Charakteristiken weist eine Stadt der Zukunft auf?

  • Was bedeutet dies für ihre Bewohner und die Gewerbetreibenden?

  • Welche Auswirkungen hat das für die Bewohner der Städte, aber auch für die Wirtschaft und die öffentliche Hand?

  • Welche Applikationen und IKT-Architekturen sind für Smart Cities notwendig?

  • Welche Geschäftsmodelle und Investoren wird es geben?

  • Wie kann durch Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien mehr Effizienz und Lebenswert in Städten entstehen?

Die Stadt von morgen verfügt über eine vernetzte IKT-Infrastruktur

Eine intelligente Stadt zeichne sich durch die Integration bislang getrennter Ver- und Entsorgungssysteme aus. Die derzeit weitgehend statischen Stadtinfrastrukturen würden durch Sensorik, Vernetzung und Mobilkommunikation beobachtbar und bewertbar - und könnten so effizienter genutzt werden.

„Die Stadt von morgen wird verstanden als Stadt mit einer intelligenten, integrierten und vernetzten Infrastruktur. Damit werden erstens Entscheidungsprozesse - beispielsweise zur Verkehrsführung - in der Stadt effektiv unterstützt. Zweitens lassen sich die städtischen Daten zuverlässig interpretieren und Analysen und Vorhersagen ableiten. Und drittens können mit einer vernetzten IKT-Infrastruktur sichere und effiziente Dienstleistungen für den Bürger, die Wirtschaft und die Stadt erbracht werden", sagte Professorin Ina Schieferdecker vom Fraunhofer Institut Fokus.

Auf die Veränderungen im Selbstverständnis öffentlicher Verwaltungen und Versorger ging der Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Franz-Reinhard Habbel ein: „Städte werden sich zu Service Providern entwickeln. Eine ganzheitliche Kundenbeziehung steht dabei im Vordergrund. Dies könnte einen neuen Ansatz auch für die Stadtwerke bedeuten". So werde nicht zuletzt von der Wirtschaftlichkeit der Projekte abhängen, ob sich Smart Cities weltweit durchsetzen würden. Für die städtischen Verwaltungen wie für die Partner der beteiligten Industrien bestehe eine wesentliche Aufgabe darin, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Investitionen in intelligente Städte lohnenswert machten.

Der wissenschaftliche Leiter der Konferenz, Josef Lorenz von Nokia Siemens Networks, sagte: „Allen derzeitigen Projekten gemein sind die enormen Potenziale für eine deutliche Effizienzsteigerung und damit für Nachhaltigkeit in den jeweiligen Metropolen. Der Schlüssel hierfür liegt letztendlich immer in der Querschnittfunktion der IKT, die die verschiedenen Aspekte des urbanen Lebens intelligent orchestrieren. Damit ist allerdings gleichzeitig die größte Herausforderung genannt, der sich die Projektteams gegenüber sehen." Denn ‚smart‘ sei eine Stadt erst dann, wenn es gelinge, die Interessen aller Beteiligten in der Umsetzung der jeweiligen IKT-Strategie angemessen zu berücksichtigen.

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