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IBM plant neue Cloud-Services mit OpenStack

19.03.2013
Von  und Hartmut  Wiehr
Eric Knorr schreibt für unsere US-Schwesterpublikation CIO.com.

Diaz weist auch darauf hin, dass man bei IBM natürlich weiter eigene Wege gehen werde. So will man sich besonders um das Verschieben von Workloads von einer Cloud zu einer anderen kümmern. Dies sei ein entscheidender Punkt, um ein "Cloud-Lock-in" zu vermeiden. Die mangelnde Transparenz zwischen verschiedenen Cloud-Angeboten hat mit dazu beigetragen, dass sich viele Unternehmen noch zurückhaltend gegenüber dieser Technologie verhalten.

Was Gremien leisten

Wie bei fast allen Standardisierungsgremien in der Welt der IT haben die Mitglieder jeweils ihre besonderen Interessen. Und teilweise dienen die Gremiumssitzungen nur dazu, auszuhorchen, was die Konkurrenten wohl planen. Die OpenStack-Mitglieder Piston Cloud, Rackspace, Red Hat und andere haben bereits angekündigt, weiter ihre eigenen kommerziellen Varianten der OpenStack-Software auszuliefern. Bald soll es auch die erste OpenStack-Appliance geben. Sie wird derzeit von dem Start-up Nebula vorbereitet, dessen CEO Chris Kemp früher CIO der NASA war, die zusammen mit Rackspace den Anstoß für OpenStack gab.

Die OpenStack Foundation hat inzwischen weltweite Unterstützung.
Die OpenStack Foundation hat inzwischen weltweite Unterstützung.
Foto: OpenStack

Während HP und Rackspace bereits ihre Public-Cloud-Versionen von OpenStack vorgestellt haben, besteht hier bei IBM noch eine Lücke. IBM müsste eigentlich als Service-Company ein Interesse haben, ebenfalls Public-Cloud-Angebote als Self-Service-Downloads anzubieten. Bisher geht das nicht ohne umständliche Kontakte mit IBM-Mitarbeitern.

Was IBM wirklich will

Angel Diaz macht kein Geheimnis aus IBMs Ambitionen: "Unser Ziel ist es ganz klar, über den Cloud-Layer von OpenStack, der Infrastructure-as-a-Service (IaaS) ermöglicht, eigene Angebote für ähnliche Cloud-Services zu entwickeln. Das ist das, was wir wollen."

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