Strategien


Studie: Social Software in Unternehmen

In 3 Schritten zum "Enterprise 2.0"

Bettina Dobe ist Journalistin in München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media- sowie Gesundheitsthemen spezialisiert. 

Schritt 3: Konsolidierung

Nach dem Launch ist vor dem Launch. Ist die Plattform einmal gestartet, müssen die Mitarbeiter sie auch nutzen. Rossi rät dazu, Awareness-Kampagnen zu starten. Eigentlich selbstverständlich: Die Community muss professionell gemanagt werden und die Anwendungsfälle ständig weiterentwickelt werden. Die Unternehmenskultur kann sich erst verändern, wenn geschäftsrelevante Prozesse auf die Plattformen verlagert sind. Damit einher geht natürlich auch eine Effizienzsteigerung, die ihr Unternehmen wettebewerbsfähig macht. Und Sie wollen den ganzen Aufwand ja nicht umsonst betrieben haben.

Und wie sieht so ein Enterprise 2.0 aus?

Idealerweise, so Rossi, steht der Mensch im Fokus. Das heißt natürlich auch, dass in einer dezentraleren Entscheidungskultur dem Einzelnen mehr Vertrauen entgegen gebracht wird. Das kann auf beiden Seiten Überwindung kosten - aber es lohnt sich. Das Unternehmen der nächsten Generation kennzeichnet eben eine flache Hierarchie.

Und für Mitarbeiter gibt es zudem die Möglichkeit, neben der klassischen Fachkarriere auch einen anderen Karriereweg einzuschlagen. Das setzt in der Firma mehr Innovationspotenzial frei. Auch die durch den CIO implementierten Plattformen eröffnen völlig neue Wissenswege. Die Fehlerquote sinkt, weil Prozesse offener und transparenter sind. Im Idealfall gewinnt ihr Unternehmen so an Innovationsgeschwindigkeit.

Machen Sie den Erfolg messbar

Um mit der Einführung auch glänzen zu können, müssen Kennzahlen her, zum Beispiel solche, die auch für andere Social-Media-Bemühungen gelten. Datenschutzrechtlich kann das natürlich Probleme geben.

Größere Unternehmen sollten das mit dem Betriebsrat klären, das pseudonyme Tracking möglichst offen mit den Mitarbeitern besprechen und vielleicht sogar Arbeitsverträge ergänzen. Denn schnell kann die Messung der KPIs sonst in Mitarbeiterüberwachung umschlagen. Und da die neue Unternehmenskultur eigentlich auf Vertrauen basiert, wäre das auch für das Betriebsklima schädlich.

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