Cloud Computing


Unkontrollierte Verbreitung von Clouds vermeiden

In 7 Schritten zu mehr Cloud-Transparenz

Lynn Thorenz ist Director Research & Consulting, IDC Deutschland und Schweiz.
Die zunehmende Inanspruchnahme von Cloud Services in den Unternehmen artet nicht selten in einen wahren Cloud-Wildwuchs aus. Lesen Sie, wie Sie Ihre Multi-Cloud-Umgebung steuern und für mehr Transparenz sorgen können.
Cloud Computing bedeutet nicht, dass alle Daten in einer Cloud liegen. Transparenz ist daher dringend erforderlich.
Cloud Computing bedeutet nicht, dass alle Daten in einer Cloud liegen. Transparenz ist daher dringend erforderlich.
Foto: Pakhnyushchy - shutterstock.com

Bis 2020 werden mehr als 90 % aller Unternehmen multiple Cloud-ServicesCloud-Services und Plattformen nutzen, aber nur ein Drittel dieser Unternehmen hat entsprechende Mechanismen für den Betrieb ihrer Multi-Cloud-Umgebungen implementiert. Mit der zunehmenden Verbreitung wird die Bereitstellung, Überwachung und Integration der Cloud immer wichtiger, da sich Unternehmen mit einer Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen APIs, Workflows und Tools auseinandersetzen müssen. Tatsächlich müssen sich immer mehr Organisationen in jüngster Zeit mit dem Phänomen "Cloud Sprawl", also einer unkontrollierten Verbreitung von Clouds in der Unternehmenslandschaft auseinandersetzen. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Um diese Herausforderung entsprechend zu adressieren, hat IDC einen 7-Punkte-Plan entwickelt:

1. Identifizieren Sie die potenziellen Herausforderungen, die mit der Ausbreitung von Clouds in Ihrem Unternehmen einhergehen.

2. Behandeln Sie die zunehmende Anzahl von Cloud Services als ein ernstzunehmendes Problem, das unter Umständen geschäftliche und finanzielle Auswirkungen haben kann.

3. Erstellen Sie ein Projektteam, das für Cloud-Transparenz sorgt und beziehen Sie dabei unbedingt die Geschäftsführung mit ein.

4. Identifizieren und protokollieren Sie alle bestehenden Cloud-Initiativen und -Szenarien.

5. Dokumentieren Sie geplante Investitionen in die Cloud.

6. Führen Sie eine umfassende Analyse der Verbindlichkeiten durch bestehende Verträge durch.

7. Behalten Sie die Ausbreitung von Cloud Services in Ihrer Organisation unbedingt im Auge und erstellen Sie ein langfristig angelegtes Reporting.

Sie sind unseren Empfehlungen gefolgt? Dann verfügen Sie jetzt über eine umfassende, vollständig dokumentierte Übersicht aller Cloud-Services sowie deren Nutzen für Ihr Unternehmen. Sie haben ein übersichtliches Worksheet zur Ermittlung aller laufenden und zukünftigen Ausgaben zusammengestellt sowie einen Leitfaden Ihre künftige Cloud Roadmap erarbeitet.

Wie geht es weiter?

Als IT-Entscheider haben Sie in puncto Cloud-Transparenz die Verantwortung und sollten mit Unterstützung des Top-Managements und in Partnerschaft mit dem Vendor Management sowie dem Finance- und LOB-Management die Leitung und Gestaltung Ihrer Cloud Transparency Initiative übernehmen. Etablieren Sie das Reporting über die Cloud-Transparenz als kritisches Element im Rahmen der Unternehmensplanung und -budgetierung und halten Sie vor allem das Management über Fortschritte, aber auch über Herausforderungen auf dem Laufenden. Sie werden sehen: Von dieser Transparenz werden alle Beteiligten profitieren, denn eine unkontrollierte Ausbreitung von Clouds kann im ungünstigen Fall die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens gefährden.

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