Führungskräfte im Datendschungel

Informationsflut größtes Problem für Manager

19.10.2007
Von Nicolas Zeitler
Eines der größten Probleme von Führungskräften ist die Selektion wichtiger Informationen aus der täglichen Datenflut.
Eines der größten Probleme von Führungskräften ist die Selektion wichtiger Informationen aus der täglichen Datenflut.
Foto: Beratergruppe Neuwaldegg

Klassische Steuerungsinstrumente überwiegen der Beratergruppe Neuwaldegg zufolge in der Unternehmensführung. Zu 65 Prozent kommen StrategienStrategien und Pläne zum Einsatz, Ressourcen- und Budget-Planungen werden von 47 Prozent der Befragten eingesetzt. Wichtig sind außerdem strukturelle (45 Prozent) und personelle (43 Prozent) Maßnahmen. Besonders stark setzen österreichische Manager auf Strategien und Pläne. 72 Prozent von ihnen wenden dieses Steuerungsinstrument an, in Deutschland und der Schweiz jeweils etwas weniger als zwei Drittel. Alles zu Strategien auf CIO.de

Richtlinien für die Kommunikation im Unternehmen hält etwas weniger als die Hälfte der befragten Manager für sinnvoll. In der Schweiz überwiegen mit 58 Prozent, in Deutschland mit 52 Prozent knapp die Befürworter von Kommunikationsrichtlinien. Anders in Österreich: Weniger als jede vierte Führungskraft pocht hier auf derartige Vorgaben. "Während die Deutschen Richtlinien ausarbeiten und kontrollieren, setzen sich die Österreicher rasch einmal außerhalb des formellen Protokolls zusammen", erläutert Michael Patak diesen Unterschied, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg.

Entwicklungspotenzial bei der Unternehmenskultur

Ein Unternehmen über kulturelle Maßnahmen zu führen, spielt indes eher eine untergeordnete Rolle. Nur 16 Prozent der Manager nutzen ihre Position für Veränderungen in der Unternehmenskultur. Frauen liegen hier mit 27 Prozent deutlich vor den Männern, von denen nicht einmal jeder Zehnte auf kulturelle Maßnahmen setzt. Hier sehen die Berater von Neuwaldegg noch Entwicklungspotenzial.

Die 1980 gegründete Beratergruppe Neuwaldegg mit Sitz in Wien führt ihre Top-Management Survey jährlich durch. Befragt werden jedes Mal 300 Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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