Analysten-Kolumne

Integrations-Strategien in Frage gestellt

20.07.2005
Von Kestutis Ivinskis

Im zweiten Fall setzen Unternehmensbereiche untereinander unkoordiniert verschiedene EAI-Lösungen ein. In beiden Fällen gilt es, das Arbeiten und Denken in Geschäftsbereich Silos zu überwinden.

Integrationsprojekte in die Gesamt-IT-Strategie einbinden

Wie obige Beispiele zeigen, ist für den Erfolg einer Integrationsstrategie und den damit zusammenhängenden EAI-Projekten die Einbindung in die Gesamt-IT-Strategie des Unternehmens wesentlich. Diese sollte einen Horizont von drei bis zehn Jahren haben, wobei der betrachtete Zeitraum von der erwarteten Änderungsgeschwindigkeit der Geschäftsanforderungen und eingesetzter Technologien abhängt.

Folgende Fragestellungen sind erfolgskritisch für Integrationsprojekte:
• Ist eine Planung vorhanden, wie die Anwendungslandschaft des Unternehmens über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren angepasst wird?
• Unterstützt jemand auf Vorstandsebene die Integrationsprojekte?
• Ist die zukünftige Organisations- und Governancestruktur für die Durchführung von EAI-Projekten und den laufenden Support der EAI-Integrationsplattform definiert und genehmigt?
• Wie wird die Einbindung der Fachbereiche sichergestellt und werden tatsächlich geschäftsrelevante Probleme adressiert und gelöst.
• Wie kann sichergestellt werden, dass die Schnittstellenprogrammierung auch für weitere Schnittstellen verwendet werden kann?
• Wie wird ein inkrementelles Vorgehen bei Einführung der Integrationsplattform zum besseren Management der Risiken sichergestellt?

Abhängig von den Antworten zu obigen Fragestellungen sollte man ein EAI-Projekt kritisch überprüfen. Sind zu wenige der Erfolgsfaktoren erfüllt, kann es sinnvoll sein das Projekt nicht umzusetzen bzw. zu verschieben.

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