Unkomplizierte Lösungen gefragt

IT-Anbieter profitieren von Sorgen um den E-Mail-Verkehr

23.06.2005
Von Ingo Butters
Weil reibungslos funktionierende E-Mail-Systeme heute zu den erfolgsentscheidenden Faktoren zählen, sollten diese möglichst störungsfrei funktionieren. Der Marktforscher Datamonitor sagt dem Markt für E-Mail-Sicherheits-Lösungen deshalb kräftiges Wachstum voraus. Statt auf einzelne Anwendungen setzen Firmen in Zukunft aber vor allem auf externe Services oder Hardware-Lösungen mit vorinstallierter Software.

Die E-Mail hat sich schnell zu der Killer-Applikation im E-Business entwickelt, begründet Datamonitor-Analyst Ian Williams das Streben der Firmen nach sicherer E-Mail-Kommunikation. Schließlich hat hier jede Störung Auswirkungen auf die Produktivität des gesamten Unternehmens.

Doch noch immer müssen sich Firmen mit Problemen wie Spam herumschlagen. Nach wie vor gehen zwischen 60 und 80 Prozent aller verschickten E-Mails auf das Konto von Massenversendern. Gesetze haben dem bisher kaum Einhalt bieten können. Firmen müssen mit diesen Schwierigkeiten also weiterhin selbst fertig werden – und der Markt für Lösungen, die sichere E-Mail-Kommunikation versprechen, legt kräftig zu.

Sein Volumen wird bis 2008 von den 2004 gemessenen 1,1 Milliarden US-Dollar auf dann 2,87 Milliarden ansteigen. Hochgerechnet bedeutet das jährliche Wachstumsraten von 26 Prozent. In diesen Zahlen sind alle Angebote, die Viren und Spam bekämpfen oder Inhalte filtern, mit berücksichtigt.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass innerhalb des Gesamtmarkts deutliche Verschiebungen zu erwarten sind. So wird der Marktanteil traditioneller Software-Lösungen von bisher zwei Dritteln innerhalb der nächsten drei Jahre auf 42 Prozent sinken.

Service-Modelle im Kommen

Beste Perspektiven sagt Williams dagegen den Anbietern von extern erbrachten Sicherheits-Services voraus. Für die Kunden ein attraktives Modell: Sie müssen keine internen Ressourcen mehr bereithalten oder zusätzliche Elemente in die Infrastruktur der Mail-Netzwerke integrieren.

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