Der Druck durch den Gesetzgeber wächst

IT-Entscheider als Öko-Aktivisten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.
"Denke und handle grün." Dieser Ruf schallt immer öfter durch die IT-Szene. So gibt der Marktforscher Gartner zu bedenken, dass traditionelle Rechenzentren mehr als 60 Prozent ihrer Energie zum Kühlen verbrauchen. Wenn sich die IT nicht zum Vordenker in Sachen Umweltschutz entwickle, hinke sie ständig den Gesetzen hinterher, warnen die Analysten.

Nach den Zahlen von Gartner werden in den kommenden fünf Jahren weltweit 800 Millionen PCs in Unternehmen und privaten Haushalten ausgewechselt - und voraussichtlich landen knapp drei Viertel davon auf dem Müll oder werden eingelagert statt recycelt.

Damit das mittelfristig nicht so weitergeht, sollen am 1. Januar 2007 neue Regelungen im Rahmen der EU-Direktive über Elektro- und Elektronik-Altgeräte wirksam werden. Hintergrund sind die immer kürzeren Lebenszyklen von IT-Hardware. Meike Escherich, Principal Research Analyst bei Gartner, legt dringend nahe, Hersteller und CIOs sollten dem Gesetzgeber in Sachen Umweltproblematik zuvorkommen. Tun sie es nicht, so ihre Befürchtung, bleiben sie hinter ständig neuen Anordnungen und Regularien zurück.

Initiative für Insider

Meike Escherich ist nicht die Einzige, die sich sorgt. Immerhin haben Player wie IBMIBM, Dell und HPHP bereits reagiert. Sie sponsern die Initiative "Green grid", aus der eine User-Gruppe entstehen soll, die sich mit der Energie-Versorgung von Datenzentren und Fragen der Kühlung beschäftigt. Green grid wurde in diesem Frühjahr gegründet. Alles zu HP auf CIO.de Alles zu IBM auf CIO.de

Durchgesetzt hat sich die Initiative noch wenig. Wer "Green grid" als Suchbegriff bei GoogleGoogle eintippt, erzielt 786 Treffer. Die Homepage thegreengrid.org muss man suchen, einen Kontakt-Button darauf gibt es nicht. Alles zu Google auf CIO.de

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