Strategien


Deutsche-Bahn-CIO Christa Koenen

IT ist das Herzstück jedes Unternehmens

Schreibt und recherchiert Führungs- und Karrierethemen - in der Redaktion von CIO-Magazin und COMPUTERWOCHE. Ihre Schwerpunkte sind CIOs, IT-Karrieren und -Nachwuchs, Führung, New Work und Diversity.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Setzt sich für mehr Frauen in der IT ein.
Im Interview berichtet Christa Koenen, wie sie in der IT Karriere gemacht hat. Noch ist sie CIO der Deutschen Bahn, bald geht es zu DB Schenker.
Christa Koenen (49) ist CIO der Deutschen Bahn und Vorsitzende der Geschäftsführung der IT-Tochter DB Systel GmbH. Im September wechselt sie als CIO und Chief Data Officer in den Vorstand der DB-Tochter DB Schenker.
Christa Koenen (49) ist CIO der Deutschen Bahn und Vorsitzende der Geschäftsführung der IT-Tochter DB Systel GmbH. Im September wechselt sie als CIO und Chief Data Officer in den Vorstand der DB-Tochter DB Schenker.
Foto: DB Systel

Frau Koenen, was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Christa Koenen: Ich hatte kein explizites Lieblingsfach. Ob ich ein Fach mochte oder nicht, hing für mich immer davon ab, wie gut die Lehrerinnen und Lehrer die Inhalte rübergebracht und wie sehr sie mich begeistert haben. Am Ende habe ich dann Englisch und Mathematik als Leistungskurse gewählt, die beide Spaß gemacht haben.

Gab es ein Fach, welches Sie nicht mochten?

Koenen: Schwimmen in der Schule fand ich furchtbar. Weil es immer kalt war, es nach Chlor roch und man halb nass in den Unterricht zurückgehen musste. Sport generell war super, aber Schwimmen nicht.

Welchen Berufstraum hatten Sie als junges Mädchen?

Koenen: Als ich ganz jung war, wollte ich Cowgirl werden. Das war damals für mich eine tolle Vorstellung, denn mein Onkel war auch eine Zeitlang Cowboy auf einer Ranch in Wyoming. Später hatte ich keine feste Vorstellung, außer dass ich erfolgreich sein und Entscheidungen treffen wollte. Irgendetwas, wo ich mitreden konnte.

Sie haben dann Volkswirtschaft studiert und später noch einen MBA draufgesetzt. Wie kam es dazu?

Koenen: Zu meiner Zeit gab es keine Berufsberatung, das ist heute ja anders. Deshalb habe ich mich an meinem Umfeld orientiert und bin so auf VWL gekommen. Ich habe dann zwar noch einmal mit Medizin geliebäugelt und auch ein Praktikum absolviert, bin letztendlich aber doch bei VWL geblieben, weil das besser für mich passte.

Wie ging es nach dem Studium weiter?

Koenen: Ich war zunächst bei einer Unternehmensberatung, wo ich vor allem im strategischen Bereich unterwegs war. Das war sehr analytisch, sehr Mathematik-basiert - wie VWL ja auch, beispielsweise Conjoint-Analysen für Preisfindung Danach bin ich bei der Deutschen Bahn über die Strategieabteilung eingestiegen und habe Projekte geleitet wie Optimierung der IT und der TK. Von da ging es in den Bereich Finance und Controlling, speziell ins Unternehmens-Controlling, wo man die großen Muster sieht, sich die Trends anguckt und das Business analysiert.

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