Häufigere Datenverluste bei höheren Kosten

IT-Sicherheit bereitet kleinen Unternehmen große Probleme

09.08.2005
Von Ingo Butters

Gegensätzlich verhält es sich bei den IT-Budgets: Betriebe mit 25 und mehr Angestellten geben im Schnitt 2,2 Prozent ihres IT-Budgets für IT-Sicherheit aus. Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern wenden dagegen rund 40 Prozent auf. Jene mit sechs bis zehn Angestellten immerhin noch 13 Prozent.

Auf absehbare Zeit wird sich an dieser Verteilung wenig ändern. 83 Prozent der Befragten planen in diesem Jahr keine Veränderung des IT-Sicherheitsbudgets. Neun Prozent planen eine Erhöhung, sieben Prozent eine Abschmelzung. Auch hier zeigen sich allerdings, je nach Unternehmensgröße, Unterschiede: Rund neun Prozent der Betriebe mit bis zu 19 Mitarbeiter planen mehr für die IT-Sicherheit auszugeben. Bei den Großunternehmen mit mehr als 250 Angestellten liegt der Anteil doppelt so hoch.

Steigende Sicherheitsrisiken

Das größte Hindernis für umfassende IT-Sicherheit sind aus Unternehmenssicht aber nicht die Kosten: 40 Prozent betrachten steigende Risiken durch Viren und Würmer als größtes Problem. Ein Drittel klagt über ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis der Sicherheitslösungen. Ebenso viele betrachten die Komplexität verfügbarer Sicherheitslösungen als größte Hürde.

An der Untersuchung haben insgesamt 603 von 9.000 per repräsentativer Zufallsstichprobe angeschriebenen Unternehmen aus Baden-Württemberg teilgenommen. Die Firmen stammen aus verschiedenen Branchen, darunter auch IT-Unternehmen. Die Studie wurde im Rahmen des Projekts Fazit durchgeführt. Das gemeinsame Forschungsprojekt wird von der MFG Stiftung Baden-Württemberg, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und dem Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung betrieben.

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