Von Atos Origin bis T-Systems

Jahres-Rückblick deutscher IT-Services-Markt 2006

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

T-Systems heiratet Atos Origin (oder umgekehrt)

Bis zum Schluss wurde eisern geschwiegen, nichtsdestoweniger machte Ende November das Gerücht von einem geplanten Gemeinschaftsunternehmen von T-Systems und Atos Origin die Runde.

Was die Synergieeffekte betrifft, sehen Analysten die beiden Partner im siebten Himmel. Allerdings rechnen sie mit erheblichen Rollenkonflikten: Atos Origin-Vorstandschef Bernard Bourigeaud gilt nicht eben als einer, der das Heft aus der Hand gibt und war in der Firmenhistorie in solchen Fragen lange selbst die treibende Kraft. Nachdem aber der Aktienkurs von Atos Origin nachgegeben hat, gilt nun T-Systems als derjenige auf Freiersfüßen.

Ausblick: Es ist noch Kuchen da, aber der hat weniger Rosinen

Für PAC-Analyst Karsten Leclerque steht fest: Spektakuläre Big Deals sind rar geworden und werden auch in Zukunft die Ausnahme bleiben, wobei der deutsche Outsourcing-Markt nach wie vor wächst.

Nach Darstellung einer Studie von Ovum vertrauen deutsche Firmen einfach nicht gern ihre IT einem einzelnen Dienstleister an. HP hat sich dazu auf seinem so genannten Software Universe im Dezember einen Gag einfallen lassen: Eine Amerikanerin schwärmt davon, was in Sachen IT alles möglich sein soll, während ihr Kollege ständig den Bedenkenträger spielt. Auf ihren Einwand, er sei so negativ, antwortet er: "I'm not negative, I'm german."

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