CIO Auf- und Aussteiger


Digitalisierung

Judith Gerlach wird auch neue Bayern-CIO



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Staatsministerin für Digitales soll bald auch Landes-CIO werden. Das neu geschaffene Staatsministerium für Digitales befindet sich noch im Aufbau.
Judith Gerlach bekam von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder die Ernennungsurkunde zur Ministerin für Digitales überreicht.
Judith Gerlach bekam von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder die Ernennungsurkunde zur Ministerin für Digitales überreicht.
Foto: Staatskanzlei Bayern

Die Landtagsabgeordnete und Rechtsanwältin Judith Gerlach (CSU; 33) übernimmt im November 2018 das neu geschaffene Staatsministerium für Digitales in Bayern. Das Ministerium befindet sich aktuell im Aufbau.

Noch ist die Staatsministerin für Digitales nicht offiziell zur neuen CIO des Landes ernannt worden, das sei jedoch bald geplant. "Das muss das Kabinett machen. Ein Termin steht aber noch nicht fest", sagte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber CIO.de.

Aufgaben des Staatsministeriums für Digitales

Das neue Staatsministerium übernimmt laut Staatskanzlei die Grundsatzangelegenheiten und die Koordinierung der Digitalisierung Bayerns, die bisher bei der StaatskanzleiStaatskanzlei angesiedelt waren. Alles zu Public IT auf CIO.de

Das Ministerium soll sich außerdem um die strategischen Fragen der digitalen Verwaltung kümmern, die bisher beim Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat angesiedelt waren.

Zu Gerlachs Aufgaben gehören auch die Koordination der Ressorts-CIOs, strategische Zukunftsfragen des Digitalstandorts Bayern, neue digitale Technologien, die Aufgabe des IT-Beauftragten für Bayern, die föderale IT-Kooperation im Bund, IT-Recht und IT-Controlling und die ethischen Fragen, die mit der Digitalisierung zusammenhängen. Das neue Staatsministerium übernimmt aus der Staatskanzlei die Verantwortung für die Filmförderung und -politik sowie digitale Unterhaltung.

IT-Aufgaben beim Finanzministerium

Beim Finanzministerium verbleiben die Aufgaben der digitalen Erschließung (Breitband) sowie die technischen Angelegenheiten der digitalen Verwaltung und der Sicherheit in der Informationstechnik. Dazu gehört auch die Verantwortung für den Bayern-Server und die staatliche Kommunikationsinfrastruktur. Der Finanzminister soll sich auch weiterhin um die Unterstützung der Kommunen in Fragen der digitalen Verwaltung kümmern.

CIO-Vorgänger: Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
CIO-Vorgänger: Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
Foto: Ministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Seit April 2018 hatte der Finanz- und Heimatminister in Bayern, Albert Füracker (CSU), das Amt des Landes-CIOs inne. Er ist auch Mitglied im IT-Planungsrat des Bundes und der Länder. Vor seiner Mitgliedschaft im Landtag war Füracker Landwirt.

Judith Gerlach gilt laut "Süddeutscher Zeitung" als "die große Überraschung im Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder" und solle den "den Aufbruch im Kabinett verkörpern: jung, weiblich, digital". Digitalisierung sei nicht ihr "konkreter Spezialbereich", sagt sie über sich selbst.

Juristin und Rechtsanwältin

Judith Gerlach (@gerlach_judith) ist erst seit dem 21. November 2018 auf Twitter.
Judith Gerlach (@gerlach_judith) ist erst seit dem 21. November 2018 auf Twitter.
Foto: Staatskanzlei Bayern

Gerlach ist Enkelin des CSU-Politikers Paul GerlachPaul Gerlach. Sie studierte von 2006 bis 2010 Jura an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und legte 2010 die erste juristische Staatsprüfung. 2011 bis 2013 folgte das Referendariat in Würzburg, 2012/2013 absolvierte sie die zweite juristische Staatsprüfung. Im Juni 2013 erhielt sie die Zulassung als Rechtsanwältin seit Juli 2013 arbeitet sie als selbstständige Rechtsanwältin in Aschaffenburg. Profil von Paul Gerlach im CIO-Netzwerk

Nach der Landtagswahl am 15. September 2013 zog sie über die unterfränkische Liste der CSU als jüngste Abgeordnete in den Bayerischen Landtag ein. Dort war sie Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration und im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen. Bei der Landtagswahl 2018 erhielt Gerlach mit 40,2 Prozent das Direktmandat für den Stimmkreis Aschaffenburg-Ost.

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