Retail IT


Google Wallet vs. Microsoft & Co.

Kampf ums digitale Portemonnaie

09.08.2012
Von Hartmut  Wiehr

In dem Maße, in dem neue Bezahldienste (Wallets) im Markt eingeführt werden, können Konsumenten und Händler sie ausprobieren oder einsetzen. Doch das Ergebnis dieser Versuche ist absolut offen – schon seit Jahren gibt es immer neue Ansätze. Bisher hat sich keiner richtig durchsetzen können. Die Platzhirsche beherrschen das Feld: Einige international anerkannte Kreditkarten, PayPal – sonst gibt es noch nicht so viel. Echtes, gutes Geld natürlich auch – Münzen, Scheine, wie gehabt eben. Selbst in den USA ist viel davon im Umlauf.

Verschiedene Definitionen von Digital Wallet

Wer eine Alternative lancieren will, muss deshalb einen Extra-Mehrwert bieten, der über die bisherigen Angebote hinausgeht. Carrington betont diesen Faktor ausdrücklich: "Damit Digital Wallets allgemein akzeptiert werden, müssen die Anbieter den Einkaufsprozess vor, während und nach dem Bezahlen anreichern." Mit anderen Worten: Einkaufen und Bezahlen als Event.

Dieses hehre Ziel Realität werden zu lassen, bemüht sich inzwischen eine ganze Armada aus Start-ups, Telefon-Gesellschaften, Finanzinvestoren und Retail-Giganten. Carrington prophezeit, dass wir bald die "early adopters" sehen werden, die mit neuen Lösungen vorpreschen werden. Schließlich gehe es darum, vielversprechende Marktplätze zu besetzen und sie dann vor den später einsteigenden Konkurrenten zu schützen.

Bereits zu Beginn 2012 gab es laut Forrester erste erfolgreiche Testinstallationen von GoogleGoogle Wallet, und die App für Mobile Payment von Starbucks sei in den USA von den Kunden positiv aufgenommen worden. Weitere Konkurrenten um einen vorderen Platz in dem neuen Markt sind PayPass von MasterCard, 02 Wallet von Telefónica und V.me von Visa. Bald kommen sollen Isis Mobile Wallet sowie Lösungen von MicrosoftMicrosoft, PayPal und Sprint. Google Wallet soll demnächst in der Version 2.0 vorgestellt werden. Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Alle wollen sie dabei sein, wenn es um das digitale Bezahlen geht. Die wirklich wichtigen Player hat Forrester in dem inneren Kreis angeordnet.
Alle wollen sie dabei sein, wenn es um das digitale Bezahlen geht. Die wirklich wichtigen Player hat Forrester in dem inneren Kreis angeordnet.
Foto: Forrester Research

Das Angebotsspektrum kann sich schon jetzt sehen lassen, wie eine Übersicht von Forrester zeigt:

Zu den möglichen Mehrwertdiensten, die dem digitalen Bezahlen zum Durchbruch verhelfen könnten, zählt Forrester:

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Kunden-Analytics, die personalisierte Aktionen bringen sollen

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