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Kathrein-Werke zentralisieren IT



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der Antennenhersteller Kathrein will bis Ende 2018 die weltweite IT zentralisieren. Dafür müssen neue Arbeitsplatz- und Sicherheitskonzepte her.
Das Zentralisierungsprojekt der Kathrein-Werke startete im April 2015, Ende 2018 will es der Antennenhersteller abschließen.
Das Zentralisierungsprojekt der Kathrein-Werke startete im April 2015, Ende 2018 will es der Antennenhersteller abschließen.
Foto: Kathrein

Unter dem Motto "One-IT" wurde am Stammsitz der Kathrein-Werke KGKathrein-Werke KG in Rosenheim eine zentrale IT-Einheit für die gesamte Unternehmensgruppe mit rund 7.900 Mitarbeitern an mehr als 100 globalen Standorten geschaffen. Das Fundament der strategischen Neuausrichtung war das neue RechenzentrumRechenzentrum, das im Mai 2016 bezogen wurde. Begleitet wird das Zentralisierungsprojekt von der AppSphere AG. Top-500-Firmenprofil für Kathrein-Werke KG Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Datenabgleich fast unmöglich

In der Vergangenheit agierten die dezentralen Standorte der Unternehmensgruppe primär autark. Nur einzelne Dienste wurden zentral für die gesamte Belegschaft zur Verfügung gestellt. Dieses Vorgehen hatte zur Folge, dass viele Services mehrfach oder in ähnlicher Form entwickelt, bereitgestellt und betrieben wurden. Mangels geeigneter Schnittstellen zwischen den Systemen war ein Datenabgleich fast unmöglich, was eine standort- oder unternehmensübergreifende Zusammenarbeit erschwerte.

Neues Arbeitsplatzkonzept

Neben einem neuen Rechenzentrum brauchte Kathrein auch ein modernes, bedarfsgerechtes Arbeitsplatzkonzept. Die Bandbreite der Arbeitsplätze sowie der Anforderungen erstrecken sich von der Hard- und Software-Entwicklung, CAD-Konstruktion, Produktion, Lager und Logistik über Vertrieb bis hin zur Verwaltung mit Einkauf, Buchhaltung und Personalabteilung.

Durch die weltweite Verteilung der Standorte und die Anbindung externer Partner war es nötig, eine flexible und mandantenfähige Lösung zu etablieren. Sie soll eine strikte Trennung der Benutzergruppen sicherstellen, aber bei Bedarf auch die notwendige Flexibilität aufweisen, auf gemeinsame Ressourcen zugreifen zu können.

Die Verantwortlichen entschieden sich dafür, die Anwendungen via Citrix XenApp-Terminalservices bereitzustellen, da durch das Remote-Protokoll (HDX) nur noch Bild-, Tastatur- und Mausinformation verschlüsselt über das Netzwerk übertragen werden. Dies führe zu einer guten Performance und einer hohen Benutzerakzeptanz. Ein weiterer Aspekt war der Schutz des geistigen Eigentums. Dank des HDX-Protokolls verlassen nun keine Daten mehr das eigene Rechenzentrum, sondern werden ausschließlich remote bearbeitet.

Das IT-Sicherheitskonzept

Der zweite Schritt galt dem Sicherheitskonzept. Das Netzwerkdesign unterteilt die Citrix-Plattform in verschiedene Sicherheitszonen. Die Kommunikation zwischen den Zonen wird dabei über Proxy-Systeme und Next-Generation-Firewalls abgesichert. Damit nur berechtigte Anwender Zugriff auf die Systeme und Daten erhalten, wurde ein Rollen- und Berechtigungskonzept entwickelt, das sich über alle sicherheitsrelevanten Systeme erstreckt.

Die Lösung "Data Center Automation" der ASG Technologies erlaubt es, paketierte Anwendungen einfach ITIL-konform, revisionssicher und reproduzierbar auf die Terminalserver oder virtuellen Desktops zu installieren.

"Kathrein Virtual Workplace"

Mit dem neuen IT-Service "Kathrein Virtual Workplace" haben alle Mitarbeiter und externen Partner weltweiten Zugriff auf die Daten sowie auf Standard- und Fachanwendungen - auch mobil. Statt die Anwendungen wie bisher lokal auf ihrem Endgerät installieren zu müssen, greifen die Mitarbeiter nun via Webbrowser über ein zentrales Portal auf sie zu.

Die Sicherheitsinfrastruktur mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung im Internet schützt die Daten. Neben den Endanwendern profitiere durch die deutliche Reduzierung des Aufwands für die Bereitstellung neuer Anwendungen, Versionen und IT-Services auch die IT. Dank "ASG Data Center Automation" sowie neuer Prozesse könnten Anwendungen außerdem weltweit und stichtagsgenau allen Benutzern oder einzelnen User-Gruppen qualitätsgesichert zur Verfügung gestellt werden.

Kathrein-Werke | Kathrein Virtual Workplace

Branche: Kommunikationstechnik
Zeitrahmen: 04/2015 - 12/2018
Mitarbeiter: Kathrein: 4, AppSphere: 4
Produkte: Bereitstellung der Anwendungen via Citrix XenApp-Terminalservices, HDX-Protokoll zum Schutz des geistigen Eigentums, IT-Sicherheitskonzept: Netzwerk-Design zur Unterteilung in Sicherheitszonen, Proxy-Systeme, Firewalls, Rollen- und Berechtigungskonzept, "Data Center Automation" von ASG Technologies zur zentralen Bereitstellung der Citrix-Plattform
Dienstleister:AppSphere AG
Einsatzort: 7.900 Mitarbeiter an circa 100 globalen Standorten
Internet: www.kathrein.com/de

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