Tiefenpsychologen befürchten "seelische Wucherungen"

Kein Mensch will die totale IT-Sicherheit

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Was nun dem CIO die Haare zu Berge stehen lassen dürfte, sehen die Autoren der Studie nicht nur negativ. Letztlich sei das Fehlverhalten der Angestellten als Versuch zu sehen, in der entmenschlichten Arbeitswelt die eigene Identität zu wahren. Und damit auch die persönliche Produktivität.

Die schrägen Seiten der Sicherheit

Fazit: Unternehmen sollten sich immunisieren, in dem sie "die emotionalen und zum Teil schrägen Seiten" der Mitarbeiter akzeptieren. Die Psychologen empfehlen lebendige Awareness-Kampagnen, die eher im Unbewussten wirken. Dadurch werde mehr erreicht als mit offenen Drohungen oder endlos wirkenden IT-Schulungen.

Initiator der Studie "Entsicherung am Arbeitsplatz" ist Dietmar Pokoyski von der Agentur Known Sense. Partner sind unter anderen die EnBW Energie Baden-Württemberg und der Deutsche Sparkassenverlag. In ihrem Auftrag hat der Marktforscher K und M, Köln, jeweils zwei Stunden lang mit 15 Menschen gesprochen, die mindestens 70 Prozent ihrer Arbeitszeit am Rechner verbringen und mit mobiler IT arbeiten. Die Versuchspersonen waren zwischen 20 und 60 Jahren alt, es wurden sowohl Männer als auch Frauen befragt.

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