Lust am Nachwuchs

Kids & Company

28.04.2008
Von Eva Müller

Trotzdem muss ich im Büro voll präsent sein." Dennoch sieht sie ihr Doppelleben als Managerin und Mutter nicht als Belastung, sondern als Vergnügen, das sich mit jedem Kind steigere. Nur manchmal - in schwachen Momenten - spricht sie von einer "enormen Herausforderung".

Nicht jammern - machen! Eine solche Can-Do-Mentalität zeichnet viele große Manager-Familien aus. Offenbar qualifizieren die Eigenschaften, die eine gute Führungskraft charakterisieren, auch für Kinderreichtum: Organisationstalent, Belastbarkeit und vor allem Risikofreude. Ohne Bedenken und Zukunftsängste stürzen sich manche Elitetypen bereits als Studenten oder ganz am Anfang ihrer KarriereKarriere in das Abenteuer Großfamilie. Lange bevor ihnen hohes Einkommen oder große Gestaltungsfreiheit zuwachsen. Alles zu Karriere auf CIO.de

Christoph Hüls (42) zum Beispiel - heute Prokurist bei den Stadtwerken Krefeld - lernte seine Frau Beate (41) beim Abiturball kennen. Während seines Studiums in Aachen setzte das jung verheiratete Paar Charlotte (heute 15) in die Welt. Henriette (14) platzte mitten in die Elektrotechnik-Diplomarbeit. Der Student kümmerte sich um die Babys, die bereits ausgebildete Ernährungswissenschaftlerin verdiente das Geld. Franz (11) und Marlene (9) folgten, als der Ingenieur seine ersten Meriten als Berater bei PricewaterhouseCoopers sammelte.

"Ich bin ehrgeizig, konsequent, arbeite sehr gern und gern auch viel", beschreibt sich der Manager selbst. Genauso zielstrebig wie seine Karriere hat er auch das gemeinsame Lebensmodell mit seiner Frau umgesetzt. Der Wunsch nach vielen Kindern stand für die Eheleute von Anfang an fest. Schließlich stammen beide aus weitverzweigten Großfamilien. "Für Treffen unserer Sippe müssen wir eine Sporthalle mieten", witzelt der Westfale. Auch viele ihrer Freunde erfreuten sich umfangreichen Nachwuchses.

Aus den Erfahrungen im Verwandten- und Bekanntenkreis, in dem sich Berater, Architekt, Bankdirektor und Finanzvorstand tummeln, reimt sich Hüls denn auch die Erklärung für den Vermehrungsdrang seines Umfelds zusammen: "Eine hohe Leistungsbereitschaft zeigt sich oft in ganz vielen Bereichen."

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