Vor allem Dienstleister rüsten auf

Kleinerer Mittelstand investiert in IT-Infrastruktur

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Obwohl sich seine Umsätze zum Jahresende 2005 erhöht haben, zeigt sich der deutsche Mittelstand für den Start ins neue Jahr pessimistisch. Für die Pflege der IT-Systeme will er trotzdem mehr Geld ausgeben. Das meldet das "Trendbarometer Kleinunternehmen" des Software-Konzerns Microsoft.

Die Studienteilnehmer konnten ihren Umsatz über alle Branchen hinweg zum Jahresende steigern, allerdings weniger stark als noch im November. Dabei erwiesen sich insbesondere Internet-Provider und -Serviceanbieter als Umsatzmotoren. Nach ihren Erwartungen für das erste Quartal 2006 befragt, erklärten die meisten Firmen, dass sie mit einem Rückgang bei den Aufträgen rechnen.

Die Marktforscher haben sich die IT- und Telekommunikations-Budgets der kleineren Unternehmen genauer angesehen. Insgesamt sind die Investitionen in diesen Bereich stabil geblieben. Am ausgabefreudigsten zeigten sich im Dezember die Branchen Telekommunikation und Energieversorgung sowie Dienstleistung: Der ITK-Investitionsindex legte um elf auf 121 Punkte (Telekommunikation und Energieversorgung) beziehungsweise um acht auf 116 Punkte (Dienstleistung) zu.

Die Analysten gehen davon aus, dass die Januar-Zahlen insgesamt unter denen des Dezembers liegen werden. Allerdings erwarten sie, dass die kleinen Industriebetriebe ihre ITK-Ausgaben in den ersten Wochen des Jahres 2006 um acht auf 113 Index-Punkte erhöht haben.

Eine positive Veränderung wird im ersten Quartal 2006 in punkto IT-Infrastruktur erwartet: Weil viele der Befragten davon sprachen, ihre Infrastruktur verbessern und neue Produkte kaufen zu wollen, rechnen die Analysten mit einem Indexanstieg. Führend ist bisher das Dienstleistungsgewerbe.

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