IT-Service-Markt 2009

Kollegen beeinflussen Kaufentscheidungen am meisten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Forrester hat nach der Verteilung der IT-Services-Etats gefragt. Ein Fünftel fließt demnach in System-Integration und Projektarbeit. Jeweils 15 Prozent gehen an IT-Consulting sowie Infrastruktur-Management (inklusive Outsourcing dieses Parts) und allgemein an Vertragspartner. Jeweils 14 Prozent des Geldes geben CIOs für Anwendungs-Management (inklusive Outsourcing) und Managed Services von Netzwerk und Telekommunikation aus. Sechs Prozent stellen sie für Offshoring bereit.

Wenn wieder mehr Etat zu erwarten ist, wollen die Studienteilnehmer vor allem in System-Integration sowie Anwendungs- und Infrastruktur-Services investieren. Sie sehen dann aber auch Offshoring im Aufwind.

Outsourcing-Verträge neu verhandeln

Doch egal ob Offshoring, Nearshoring oder Outsourcing innerhalb des Landes: CIOs stellen ihre externen Partner auf den Prüfstand. Eine große Mehrheit von 78 Prozent schreibt der Neuverhandlung mit bestehenden Partnern höchste Priorität zu. Forrester hakte nach und wollte wissen, worin denn die "Herausforderungen" in den Outsourcing-Verhältnissen bestehen.

Die Kritik ist harsch: Mehr als jeder Zweite (51 Prozent) erklärt, die erwarteten Kostensenkungen nicht erreicht zu haben. 41 Prozent sprechen von schlechter oder unbeständiger Service-Qualität. 38 Prozent sind mit den Service-Levels unzufrieden.

Außerdem wollten die Analysten wissen, welchen Ansatz die Studienteilnehmer beim Auslagern verfolgen. Auch hier zeigt sich kein einheitliches Bild. 37 Prozent sehen sich als Multi-Sourcer mit verschiedenen Partnern und wollen das auch nicht ändern. 25 Prozent hätten das in der Vergangenheit ebenfalls unterschrieben, sind jetzt aber dabei, sich auf einige wenige Provider zu konzentrieren. Zwölf Prozent gehen den umgekehrten Weg: Sie wollen die Zahl der Partner vergrößern. 23 Prozent arbeiten, wo es geht, mit nur einem Dienstleister und wollen bei dieser Strategie bleiben.

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