E-Crime-Studie

KPMG: Die häufigsten Delikte und Gefahren

Bettina Dobe ist Journalistin in München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media- sowie Gesundheitsthemen spezialisiert. 

Angriffe auf die Cloud vermutlich unerkannt

Nur zwei Prozent der Unternehmen berichteten, dass sie Probleme mit Angriffen auf ihre in der Cloud gesicherten Daten gehabt hätten. Erstaunlich wenig angesichts der etwa 30 Prozent an Unternehmen, die ein Form von Cloud ComputingCloud Computing nutzen. KPMG geht davon aus, dass die Schäden einfach nicht entdeckt worden sind. Die Sicherungssysteme in Clouds seien einfach noch nicht ausgereift genug: So wenige Verbrechen, das spricht eher für mangelnde Aufdeckung als nahezu perfekte Sicherheit. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Die Mobile IT, aber auch Soziale Netzwerke sehen viele Führungskräfte als potenziell gefährlich.
Die Mobile IT, aber auch Soziale Netzwerke sehen viele Führungskräfte als potenziell gefährlich.
Foto: KPMG

Die Wirtschaftsprüfer gehen also davon aus, dass die berichteten Wolken-Vorfälle steigen dürften - genauso wie die Kosten für die Beseitigung von E-Crime. Denn die Aufklärung gestaltet sich in der Zusammenarbeit mit Dritten oft schwierig und wird wohl die Kosten dafür in die Höhe treiben, rechnen die Analysten von KPMG.

Zwei Jahre später finden sich andere Kriminelle in der Studie: Noch 2010 waren die Täter meist im Unternehmen selbst zu finden. Zwar sind ehemalige Mitarbeiter, die ihr Wissen zum Schaden der Firma einsetzen, immer noch eine Bedrohung. Aber die größte Gefahr geht mittlerweile von unbekannten Tätern aus. Erst danach folgen aktuelle Mitarbeiter der Abteilung und Kunden.

Das bestätigt auch eine Studie von Ernst & Young. KPMG geht davon aus, dass zwar die Entdeckung von Cybercrime-Aktivitäten besser geworden ist, dass aber die Aufklärung der Delikte nicht unbedingt besser geworden ist.

Prävention - unklar

Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass die Angriffe sich in den kommenden Jahren verstärken würden. Nur sind sich die meisten noch nicht sicher, wie sie mit der Bedrohungslage umgehen sollen. Die Prävention, Aufdeckung und Aufklärung der Fälle ist teuer.

Zur Startseite