IT-Manager wetten

Management by Command und Control ist vorbei

04.09.2019
Von Ralf Schneider

Die Mitarbeiter müssen sich innerhalb dieses Rahmens zunehmend selbst steuern. Wie sie sich dabei organisieren, bleibt weitgehend ihnen überlassen. Ihr Output wird zur wichtigsten Steuerungsgröße. Der Beitrag des Einzelnen wird transparenter, Reportingzyklen werden immer kürzer und durch Realtime Dashboards ersetzt, Prozesse werden automatisiert, Strukturen treten in den Hintergrund.

Wir treten in eine Zeit der Data-driven Governance ein. Aus Managern, die oft weit entfernt von der Problemstellung entscheiden, werden Manager, die ihre Teams und Mitarbeiter befähigen und ermutigen. Sie bringen als Coaches und Vernetzer die Stärken und Fähigkeiten im Unternehmen gezielt zusammen.

Mitarbeiter steuern sich selbst

Diese Entwicklung zeigt sich - befeuert durch die Technisierung und Digitalisierung - auch und besonders im Verantwortungsbereich des CIO. Zum einen haben die Kulturveränderungen in Arbeitsweise und Management-Stil in den technologienahen Unternehmensbereichen durch die höhere Veränderungsgeschwindig­keit in der Regel schon früh begonnen. Die Entwicklung ist fortgeschrittener als in anderen Bereichen des Unternehmens. Zum anderen ist hier die Diversität der Elemente, die der CIO in Zukunft zu orchestrieren hat, besonders hoch.

In den Bereichen Infrastruktur, Big DataBig Data oder Artificial IntelligenceArtificial Intelligence ist es für Firmen kaum noch möglich, nachhaltig ohne externe Partner erfolgreich zu sein. Ebenso wenig ist es möglich, Risiken zum Beispiel im Bereich Cybersecurity als Einzelkämpfer lokal zu verringern und zu managen. Der CIO muss über Unternehmens- und Landesgrenzen hinweg dynamische Systeme aus Menschen und Maschinen aufbauen, die ihn bei der Bereitstellung von Informationen für das Unternehmen unterstützen. Um diesen Kulturwandel zu beschleunigen, brauchen wir: Alles zu Artificial Intelligence auf CIO.de Alles zu Big Data auf CIO.de

  • eine Veränderung der Ziel- und Steuerungssysteme hin zur rein Output-orientierten Beurteilung,

  • die Schaffung von Transparenz über Aktivitäten und Ergebnisse sowie kurze automatisierte Reporting-Zyklen,

  • Raum für Experimente im Rahmen eines "Fail-and-learn-fast"-Arbeitsethos,

  • die richtige Vernetzung und Verschaltung von Organisationseinheiten und

  • die Akzeptanz von intelligenten Maschinen als Teil des Teams.

Starke ethische Wertgrundlage

Die extrem hohe Eigendynamik eines solchen Management-Ansatzes, der die Effektivität in den Mittelpunkt stellt, verlangt jedoch nach einer starken ethischen Wertegrundlage als Orientierungs- und Navigationssystem.

Die Erarbeitung dieses "ethischen Polarsterns" sehe ich als die dringlichste Aufgabe, damit Unternehmen - und auch die Gesamtgesellschaft - in einer volatilen Umwelt als Gemeinschaft aus Mensch, Flora, Fauna und in gewissem Maße auch Maschinen funktionieren kann.

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Foto: CIO.de

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