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Merck plant weltweite Plattform für Krebsforschung



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Der Pharmakonzern Merck und das Software-Unternehmen Palantir Technologies wollen ein Joint Venture mit dem Markennamen Syntropy gründen. Wissenschaftler und Forschungszentren sollen Zugang zu der neuen kollaborativen Technologieplattform bekommen.
Merck in Darmstadt. Syntropy soll seinen Sitz in Boston, Massachusetts (USA), haben.
Merck in Darmstadt. Syntropy soll seinen Sitz in Boston, Massachusetts (USA), haben.
Foto: Merck

Der ChemieChemie- und Pharmakonzern MerckMerck mit Sitz in Darmstadt und das US-amerikanische Big-Data-Unternehmen Palantir Technologies von Peter Thiel wollen ein Joint Venture mit dem Markennamen Syntropy gründen. Es soll Wissenschaftlern und Forschungszentren den Zugang zu einer kollaborativen Technologieplattform ermöglichen, um die Krebsforschung voranzutreiben und den wissenschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen, teilte Merck mit. Top-500-Firmenprofil für Merck Top-Firmen der Branche Chemie

In Forschungseinrichtungen weltweit entstehe weltweit eine schnell wachsende Menge an biomedizinischen Daten, die aber überwiegend in Silos gespeichert würden. Wissenschaftler und Ärzte hätten oft keinen Zugang zu den Daten, die aber für ihre Arbeit wesentlich seien.

Nutzung der Daten erleichtern

Syntropy soll nun die Nutzung dieser Daten erleichtern und den Experten dabei helfen, beim Kampf gegen Krebs und viele andere Krankheiten enger zusammenzuarbeiten.

"Wissenschaftlicher Fortschritt lebt davon, Erkenntnisse nutzbar zu machen", sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. "Wir erwarten, dass Syntropy die Zusammenarbeit innerhalb der globalen Wissenschaftsgemeinschaft erleichtern wird, um bahnbrechende Innovationen in der Krebsforschung voranzutreiben."

"Die effektive Nutzung wissenschaftlicher Daten ist im Kampf gegen Krebs entscheidend," sagte Alexander Karp, Co-Gründer und CEO von Palantir. "Syntropy hat das Ziel, Wissenschaftlern eine sichere Zusammenarbeit zu ermöglichen, um den vollen Wert ihrer Daten zu erschließen. So werden Forschungsergebnisse vorangetrieben, die bessere Therapien schneller zu den Patienten bringen."

Die benutzerzentrierte Datenintegrationsplattform von Syntropy ermögliche es den Nutzern auf Basis der Plattform Palantir Foundry, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu strukturieren und zu analysieren.

Ökosystem für Zusammenarbeit

Syntropy solle zudem den sicheren, transparenten Datenaustausch zwischen den beteiligten Forschern und Institutionen erleichtern und ein Ökosystem schaffen, das die wissenschaftliche Zusammenarbeit fördere und die Forschung beschleunige, so die Unternehmen. Beide Firmen arbeiten bereits seit Anfang 2017 zusammen.

Merck erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl betrug 52.880.

Syntropy | Joint Venture

Branche: Pharma
Mitarbeiter: Das Unternehmen befindet sich in Gründung. Die Ressourcen werden derzeit ermittelt.

Produkt: Technologieplattform Syntropy soll auf Basis von Palantir Foundry

Dienstleister: Palentir Technolgies

Einsatzort: Es wird erwartet, dass Syntropy seinen Sitz in Boston, Massachusetts (USA) haben wird.
Internet: www.syntropy.com

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