Deloitte-Studie

Millennials: Chefs fördern Innovation nicht

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mangelnde Innovationsfähigkeit liegt nicht nur am Geld, sondern auch an weichen Faktoren wie der Firmenkultur.
Mangelnde Innovationsfähigkeit liegt nicht nur am Geld, sondern auch an weichen Faktoren wie der Firmenkultur.
Foto: Deloitte/ Millward Brown

39 Prozent wünschen sich außerdem, ihr Arbeitgeber ließe den Mitarbeitern Zeit für das Erlernen neuer Dinge. Damit zeigen sie sich ungewöhnlich lernwillig, denn im internationalen Vergleich sagen das "nur" 34 Prozent der Millennials.

Die Praxis sieht anders aus: Lediglich 30 Prozent der Unternehmen gewähren solche Lernphasen. Damit sammeln die deutschen Unternehmen aber noch Pluspunkte - laut den internationalen Angaben lassen im Schnitt nur 17 Prozent der Firmen ihrer Belegschaft Zeit zum Lernen.

35 Prozent der jungen Deutschen halten es für wichtig, dass Kreativität gefördert und belohnt wird (internationaler Schnitt: 39 Prozent). Lediglich 18 Prozent bescheinigen ihrem Unternehmen, das zu tun (international: 20 Prozent).

Innovationen scheitern nicht nur am Geld

Die jungen Deutschen sollten angeben, was die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens blockiert. Sie nennen zunächst finanzielle Hürden (19 Prozent). Ebenso gravierend sind aber weiche Faktoren wie die Unternehmenskultur (18 Prozent) und Defizite bei den Führungskräften (16 Prozent).

Unabhängig vom Thema Innovation wollte Deloitte wissen, nach welchen Kriterien deutsche Millennials Firmen beurteilen. Mehr als sieben von zehn (72 Prozent) nennen Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Ebenso viele geben Kundenzufriedenheit an.

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