Marathon-Netbooks im Test

Mini-Notebooks mit der längsten Laufzeit

02.09.2009
Thomas Rau ist stellvertretender Chefredakteur PC-WELT Print bei IT-Media. 

Testsieger: Samsung NC10

Foto: Samsung

10,2-Zoll-Display, 160 GB Festplatte, 6-Zellen-Akku: Das Samsung NC10 bringt alles mit, was ein gutes Netbook derzeit haben sollte. Der Akku im Samsung-Netbook besitzt mit 58 Wh sogar noch mehr Kapazität als die Akkus in den Konkurrenz-Netbooks, beispielsweise von MSI und Asus. Das Aufrüsten des Speichers fällt beim Samsung NC10 leichter als bei den meisten Mini-Laptops: Nur eine Schraube muss man lösen, um auf den RAM-Steckplatz zugreifen zu können. Den DDR2-667-Riegel, der dort sitzt, kann man dann gegen ein 2-GB-Modul austauschen. Weiterer Service: Samsung legt eine Recovery-DVD für das installierte Windows XP Home SP3 sowie eine Treiber-DVD mit in den Karton.

Fazit
Das Samsung NC10 kann am längsten – fast acht Stunden Laufzeit sind dank des 6-Zellen-Akkus drin. Auch die Tastatur ist richtig gut, ebenso wie das helle Display. 11n-WLAN und Bluetooth bietet das NC10 allerdings nicht – deshalb gibt es keine Bestnoten für die Ausstattung. Und mit über 1,3 Kilogramm ist es schwerer als die meisten Netbooks.

Akkulaufzeit: Langer Atem dank großem Akku
Mit 1320 Gramm ist das Samsung NC10 eines der schwereren Netbooks. Dafür bringt es aber auch einen kräftigen 6-Zellen-Akku mit, mit dem das NC10 hervorragende Ergebnisse im Laufzeittest liefert: Beim Abspielen eines Divx-Videos mit voller Helligkeit hält es fast fünf Stunden durch, beim WLAN-Surfen sogar fast acht Stunden. Wer auch noch das Netzteil unterwegs dabei hat, trägt 300 Gramm zusätzlich.

Ausstattung: Netbook-Standard, Defizite beim Netzwerk
Bei der Festplatten-Größe kann das Samsung NC10 mit den besten Netbooks mithalten – die Fujitsu-Platte fasst 160 GB. In punkto Kommunikation liegt das Samsung-Netbook aber zurück: Das WLAN-Modul funkt nur nach dem 11g-Standard - die Konkurrenz nutzt teilweise schon Module, die Draft-N unterstützen. Und auch der Kurzstreckenfunk Bluetooth fehlt dem NC10. Die Web-Cam besitzt eine Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten. Dafür ist sie aber wie die anderen 1,3-Megapixel-Webcams in den Netbooks eigentlich zu langsam: Erst bei 640 x 480 gelingt eine flüssige, ruckelfreie Darstellung.

Ergonomie: Helles und entspiegeltes Display
Das 10,2-Zoll-Display des NC10 zeigt die Netbook-übliche Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten. Es ist entspiegelt und leuchtet mit über 200 cd/m2 – hell genug, um auch unter freiem Himmel noch etwas auf dem Bildschirm erkennen zu können. Der Kontrast liegt ebenfalls sehr hoch, auch die Farbdarstellung gelingt dem NC10 durchaus überzeugend – vor allem Hauttöne stellt das Samsung-Netbook vergleichsweise natürlich dar. Besonders gleichmäßig ausgeleuchtet ist der Bildschirm aber nicht – zu den Rändern fällt die Helligkeit um rund 25 Prozent ab. Bei der kleinen Display-Diagonale stört das aber nicht so sehr.

Handhabung: Stabile Tastatur, gewöhnungsbdürftiger Touchpad
Die Tastatur des Samsung NC10 ist geringfügig kleiner als bei den 10,2-Zoll-Netbooks von Asus und MSI. Trotzdem liegen die Tasten in einem ergonomischen 17,5-Millimeter-Raster. Nur wenige Tasten – zum Beispiel für Satzzeichen, für den Bildlauf oder die Cursornavigation – fallen schmaler aus. Selbst Blindschreiber könnten sich mit dem NC10 anfreunden, da der Cursorblock abgesetzt ist. Das Tippen auf der stabilen Tastatur gefällt: Die Tasten besitzen einen deutlichen Druckpunkt, die Tastatur bleibt auch beim schnellen Tippen leise. Etwas mehr Probleme hatten wir mit dem Touchpad: Nutzt man nicht nur die Fingerkuppe zum Navigieren, sondern legt das vordere Fingerglied komplett auf, reagiert das Touchpad nicht mehr auf Bewegungen. Der untere und rechte Bereich des Touchpad löst die Scrollfunktion aus: Da das Touchpad-Feld aber sehr klein ist, gerät man mit dem Finger immer wieder versehentlich dort hin.

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