Full HD war gestern

Mit 4K schärfer fernsehen

09.10.2012
Von Michael Rupp

4K ist nicht gleich 4K

Noch handelt es sich bei 4K um keine standardisierte Auflösung wie bei Full-HD oder HD ready. Allerdings arbeitet die International Telecommunications Union (ITU) bereits an einer Normierung, die auch die Ausstrahlung von superhochauflösenden Bildern regeln soll. Genau wie Full-HD könnte die Technik dadurch in Zukunft zum neuen Standard werden. Bislang trifft man unter der Bezeichnung 4K Auflösungen mit bis zu 4096 x 2160 Pixeln mit einem Bildseitenverhältnis von 1,89 : 1 sowie 3840 x 2160 Pixel (Bildseitenverhältnis 1,78 : 1). Erstere ist vor allem für Kinoproduktionen gedacht, letztere wird von Fernsehherstellern verwendet. 4K ist also nicht gleich 4K.

Full HD war gestern: Gestochen scharfe Bilder in bisher nicht vorstellbarer Auflösung bieten die neuen 4K-Fernseher.
Full HD war gestern: Gestochen scharfe Bilder in bisher nicht vorstellbarer Auflösung bieten die neuen 4K-Fernseher.
Foto: Toshiba

Die technische Entwicklung ist damit allerdings noch lange nicht an ihrem Zenit angekommen: In Japan wird bereits am Nachfolger von 4K mit einer bahnbrechenden Auflösung von 7680 x 4320 Pixeln gearbeitet. Die 8K-Auflösung soll voraussichtlich erstmals im Jahr 2016 zur Übertragung der Olympischen Sommerspiele zum Einsatz kommen. Allerdings handelt es sich dabei vom heutigen Standpunkt aus gesehen noch um Zukunftsmusik.

Ultra High Definition Television mit HDMI

Für die Wiedergabe von ultrahochauflösenden Kinofilmen ist HDMI als derzeit gängiger Kabelstandard zur digitalen Übertragung von Bildmaterial bestens gerüstet. Der HDMI-Standard 1.4a sieht eine Bildausgabe mit maximal 4096 x 2160 Bildpunkten und 24 Vollbildern vor. Bei 3840 x 2160 sind bis zu 30 Bilder pro Sekunde möglich. Das reicht für Hollywood-Blockbuster locker aus, ist allerdings für 3D und eigens erstellte 4K-Inhalte zu wenig.

Deshalb steht der HDMI-1.4a-Nachfolger bereits in den Startlöchern, der diese Einschränkungen beseitigen soll. Er erhöht die Übertragung von Bewegtbildern auf 60 Hertz, übermittelt also bis zu 60 Bilder pro Sekunde. Zudem können 4K-Videoformate damit auch im 3D-Modus übertragen werden. Ergänzend dazu soll HDMI in Zukunft besser mit Mobilgeräten kommunizieren können und über zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten verfügen, sodass ein HDMI-Gerät Befehle an ein anderes senden kann.
(PC-Welt)

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