IT-Strategie bei Volkswagen

Mit dem iPad unterm Arm ins Werk

09.02.2012


Einen seiner ersten Artikel schrieb René Schmöl, Jahrgang 1982, mit 16 Jahren für die Tageszeitung Freies Wort. Es war ein Interview mit Hape Kerkeling. Dieser Erfolg motivierte ihn, weiterzumachen. Nach sieben Jahren im Lokaljournalismus und einer Ausbildung zum Verlagskaufmann folgte ein Volontariat bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Seit 2007 ist René Schmöl in unterschiedlichen Positionen für IDG tätig. Momentan als Chef vom Dienst Online für das Portal cio.de.

VW auf dem Weg zur Nummer 1

Volkswagen will die Nummer 1 unter den weltweiten Automobilherstellern werden. Um im globalen Wettbewerb zu bestehen und Höchstleistung zu erreichen, braucht der Volkswagen-Konzern Mitarbeiter, die mit Freude ihr Bestes geben. Hofmann will mit seiner IT-Strategie erreichen, dass die Mitarbeiter die Freude an der Arbeit nicht verlieren.

Das Ziel „Volkswagen als Top Arbeitgeber“ ist fest definierter Bestandteil der Unternehmensstrategie und im Strategieprogramm „Mach 18“ verankert. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Attraktive Arbeit

  • Sichere Beschäftigung

  • Gutes Betriebsklima durch Führung und Zusammenarbeit

  • Leistungsgerechtes Entgelt

  • Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten

  • Produkt- und Firmenimage

VW-Konzern-CIO Martin Hofmann stellt sich der Verantwortung für alle Menschen bei VW. Sein Motto: "Gute Systeme machen zufriedene Menschen". Sein Ziel: Produktivitätsvorteile und Wettbewerbsvorteile.
VW-Konzern-CIO Martin Hofmann stellt sich der Verantwortung für alle Menschen bei VW. Sein Motto: "Gute Systeme machen zufriedene Menschen". Sein Ziel: Produktivitätsvorteile und Wettbewerbsvorteile.
Foto: Joachim Wendler

Hofmann kümmert sich neben den 500.000 Mitarbeitern auch um die Menschen, die mit VW zusammenarbeiten. Das sind 324.000 Händler und 230.000 Lieferanten. So kommen insgesamt über eine Million Menschen zusammen. „Für diese Gruppe von Menschen trägt die IT die Verantwortung“, sagt der Konzern CIO.

Beim Thema User Experience sieht Hofmann viel Spielraum für Verbesserungen. „User Experience war vor einigen Wochen noch gar kein Thema. Bei uns brauchen Sie, um Büromaterial zu bestellen, eine Schulung“, sagt er. Für VW ist eine bessere Usability ein riesiges Thema. Hofmann sieht in diesem Bereich ein großes Produktivitätspotenzial.

Auch das wichtige Thema Ideen-Management liegt Hofmann sehr am Herzen. Medienberichten zufolge hatten Volkswagen-Mitarbeiter 2011 insgesamt 58.094 Verbesserungsideen eingebracht. Im Vergleich zu 2010 sind das vier Prozent mehr. Aus diesen Vorschlägen ergeben sich Einsparungen von 100,2 Millionen Euro. In den Konzern-Werken Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Emden und Kassel hat das Unternehmen 24.798 Verbesserungsideen prämiert. Volkswagen schüttete dafür über 18,8 Millionen Euro Prämien an die Ideengeber aus.

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