Projekte


Personalabteilungen reduzieren ihren administrativen Aufwand

Mitarbeiter verwalten ihre Daten

07.12.2006
Von Tanja Wolff
Deutsche Firmen überlassen zunehmend den Mitarbeitern die Verwaltung und Pflege ihrer persönlichen Daten. Bereits jedes siebte Unternehmen setzt dabei so genannte Employee Self Services (ESS) ein oder realisiert das Projekt zurzeit. Das ist das Ergebnis einer Studie des Lösungsanbieters Classware.
Der Administrationsaufwand schränkt 43 Prozent der Personalabteilungen in sehr hohem Maße ein.
Der Administrationsaufwand schränkt 43 Prozent der Personalabteilungen in sehr hohem Maße ein.

Bei den ESS übernehmen die Beschäftigten an ihrem Rechner bestimmte Routine-Arbeiten wie beispielsweise Adressänderungen, Urlaubsanträge oder Reisekostenabrechnungen. Weil nicht wie früher zunächst Formulare ausgefüllt werden müssen, werden die Personalabteilungen von administrativen Aufgaben befreit. Wenn der Zwischenschritt mit manueller Übernahme der papierbasierten Informationen entfällt, lassen sich die Selbstbedienungsfunktionen auch beispielsweise auf Geschäftsreisen über das Internet nutzen.

Fast ein Drittel der Firmen findet ESS interessant, plant aber noch nichts.
Fast ein Drittel der Firmen findet ESS interessant, plant aber noch nichts.

27 Prozent planen eine ESS-Lösung einzusetzen. Darüber hinaus erachtet fast ein Drittel der Befragten HR-Anwendungen mit Selbstbedienungsfunktionen als eine interessante Alternative, ohne jedoch schon konkrete Maßnahmen ins Auge gefasst zu haben. Hintergrund sind Bestrebungen nach einer höheren Leistungsfähigkeit, da drei Viertel über zu hohe administrative Belastungen in ihren Personalabteilungen stöhnen.

Laut der Befragung fühlen sich dadurch 43 Prozent in ihren Kernaufgaben erheblich eingeschränkt. 31 Prozent der Firmen registrieren diese Problematik zumindest teilweise.

"Während die Mitarbeiter bei Lösungen mit Selbstbedienungsfunktion von einem höherem Komfort und mehr Flexibilität profitieren, verbucht das Unternehmen erhebliche Kostenersparnisse", sagt Sabine Knöfel, Gesellschafterin von Classware. Die Eingaben von Daten erzeuge keinerlei Wertschöpfung für die Firma, vielmehr stelle sich die Tätigkeit gerade im HR-Bereich als teurer Ressourcen-Fresser dar.

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