Folgen von BYOD

Mitarbeiter verweigern Einblick ins Smartphone

Bettina Dobe ist Journalistin in München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media- sowie Gesundheitsthemen spezialisiert. 

Gleichzeitig sieht die EU-Agentur auch Risiken in BYOD, und das nicht zu knapp. Vor allem der Kostenfaktor ist in der Consumerization of IT nicht zu unterschätzen, warnt die Behörde. Die Sicherheit sollten CIOs dagegen weniger starr managen, um Mitarbeiter nicht gänzlich zu verschrecken, heißt es in der Studie.

Höhere Kosten durch Wartung und Datenklau

Anschaffungskosten niedrig, Wartungskosten hoch: Nur eines der Probleme von BYOD.
Anschaffungskosten niedrig, Wartungskosten hoch: Nur eines der Probleme von BYOD.
Foto: Cortado

Halten sich Mitarbeiter nicht an die BYOD-Policy, kann es zu einem Ansehensverlust des Unternehmens kommen, heißt es in der Studie. Wenn Angestellte etwa unternehmensinterne Daten absichtlich oder versehentlich weitergeben, ermöglicht dies firmenfremden Personen unter Umständen den Zugang zu sensiblen Informationen. Und das wiederum gefährdet den Ruf eines Unternehmens und kann sich somit direkt auf die Finanzlage auswirken.

Auch die Wartungskosten seien ein Problem, so die ENISA. Obwohl die Anschaffungskosten geringer sind, können Wartung und Unterhalt der Anwendungen und vor allem ein größeres Portfolio an Sicherheitsmaßnahmen am Ende teurer sein als einzelne Geräte. Und weil alle paar Monate neue Betriebssysteme und Smartphones, TabletsTablets und Co. auf den Markt kommen, bleibt der Kostenaufwand beträchtlich. Die Folgen: "Das könnte zu einem strategischen Versagen führen, das am Ende bedeutende Zusatzkosten für das Unternehmen verursacht", heißt es in der Studie. Alles zu Tablets auf CIO.de

Mehr mobile Geräte führen zu mehr Kosten, glaubt die ENISA. Je mehr Mitarbeiter Smartphones einsetzen, desto höher ist die Chance, dass sie sie verlieren oder dass sie gestohlen werden. Die Informationen darauf müssen gelöscht werden. Die Kosten, die dadurch entstehen, beziehen sich aber mehr auf den Datenverlust als auf die Gerätekosten. Die tragen schließlich die Mitarbeiter.

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