Flexible Mitarbeiter sind erfolgreicher

Mobile Lösungen steigern die Produktivität

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Als weitere Schwierigkeit gaben viele Unternehmen an, die mit MES verbundenen Kosten nicht richtig einschätzen zu können. Insbesondere gelten UMTS-Tarife als undurchschaubar und beschwören bei manchem Finanz-Chef Angst vor exorbitanten Kosten herauf.

Um von mobilen Unternehmenslösungen profitieren zu können, erwarten die Firmen von ihrem Service Provider Unterstützung nicht nur während der Implementierung, sondern auch danach. Dieser Punkt wurde von den Untersuchungsteilnehmern moniert. Außerdem wollen sie sich darauf verlassen können, dass die Anwendungen, für die sie sich entscheiden, Alltagstests unter Bedingungen wie im realen Arbeitsleben bestanden haben.

Die Analysten haben im Rahmen der Untersuchung auch das Thema Sicherheit unter die Lupe genommen, aber keine der befragten Firmen hat von größeren Vorfällen im Zuge der Implementierung von MES gesprochen.

Deutschland ist der größte Markt

Die Autoren der Studie erwarten in den nächsten drei Jahren eine rasante Entwicklung für MES, da der Wettbewerb von Firmen immer stärker verlange, ihre Mitarbeiter außerhalb des Hauses mit Kommunikationstechniken auszustatten. Das prozentual stärkste Wachstum wird mit 21 Prozent für die Niederlande vorausgesagt, allerdings – verglichen etwa mit Deutschland – auf einem geringen Niveau von derzeit 46 Millionen Euro. Die Bundesrepublik stellt den größten Markt und wird nach Berechung der Analysten von 395 Millionen Euro (2005) auf 766 Millionen Euro im Jahr 2009 zulegen, das entspräche einem Plus von 18 Prozent.

Vorreiter in Sachen mobile Ausstattung der Angestellten ist die Schweiz. Dort ist mit 18,7 Prozent fast jeder Fünfte ausgerüstet, in Deutschland sind es 16,4 Prozent. Das Schlusslicht bildet Österreich. Dort ist nur rund jeder zehnte Mitarbeiter (10,4 Prozent) mobil mit seiner Firma verbunden.

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