iPhone-Nutzer ganz vorne

Mobiles Internet ist kein Selbstläufer

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Woher resultiert das gestiegene Interesse am mobilen Internet? Ein wesentlicher Faktor dafür sind Geräte mit handlicherer Benutzeroberfläche und Navigation. Neben einer bequemeren Nutzung gibt es einen weiteren Faktor, der den Einsatz des Mobile Web vorantreibt: Dank Flatrate-Angeboten sind die Verbindungskosten für die Kunden überschaubarer geworden. Bereits 35 Prozent der befragten Mobile-Web-User nutzen eine Daten-Flatrate. Jeder dritte Handysurfer ist zudem überhaupt erst mit dem Abschluss einer Flatrate ins mobile Web eingestiegen.

Ein Selbstläufer ist das mobile Internet nicht

So erfreulich diese Entwicklungen aus der Sicht von Accenture und sicher auch aus der von Netzbetreibern und Geräteherstellern ist: Ein großer Teil der Befragten plant dem Beratungshaus zufolge weiterhin nicht, sich mit dem Handy ins Internet zu verbinden. Hauptgrund für die Ablehnung ist wie bereits im Vorjahr, dass ihnen der Webzugang über den PC ausreichend zu sein scheint. Dazu könnte auch kommen, was die Nielsen Norman Group in einer Studie über das mobile Web herausgefunden hat: Der weiteren Verbreitung stehen demnach auch die winzigen Bildschirme, die schwergängige Eingabe, niedrige Bandbreiten sowie für den Mobilzugriff schlecht gestaltete Webseiten im Wege.

Und, so wieder Accenture: "Wie bereits 2008 sehen viele Verbraucher im Mobile-Web gegenüber dem heimischen Computer keinen Mehrwert." Die meisten Befragten, die den mobilen Zugriff auf das Internet via Handy nicht nutzen, sagen, der PC reiche ihnen völlig aus (80 Prozent). Fast ebenso viele, 71 Prozent, fürchten die hohen Kosten.

So überrascht es nicht, dass sich 63 Prozent der Anwender für niedrigere Verbindungskosten aussprechen, damit der Aufschwung beim mobilen Web auch künftig anhält. Luft nach oben sehen die Anwender aber auch bei den Themen Verbindungsgeschwindigkeit, Bedienungskomfort und Übersichtlichkeit der Webseiten.

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