Networking vs. fachliche Kompetenz?

Netzwerke und ihre Bedeutung für die Karriere

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Doch nicht jeder teilt die Begeisterung von Kontakt-Koryphäe Williams und Guanxi-Guru Cummuta. So kontert der User John Agno, dass es Leute gibt, die Netzwerken nicht leiden können.

Agnos These: Es macht mindestens genauso viel Sinn, sich innerhalb des Unternehmens schlicht über Leistung zu profilieren. Er hat nichts gegen Kontakte - wenn sie auf fachlichen Austausch abzielen. Wer mit Hard Skills überzeuge, erarbeite sich den Ruf eines fähigen und vertrauenswürdigen Mitarbeiters. Aber mit diesem Guanxi und dem Glauben vom Netzwerken um des Netzwerkens willen kann er nichts anfangen.

John Agno ist der Einzige, in dessen Beitrag es auch um den Benefit des Unternehmens geht und nicht nur um das Fixieren auf die eigene Karriere.

So schreibt er denn auch: Wer nichts vom Netzwerken hält, soll es bleiben lassen und statt dessen den rein fachlichen Austausch im Kollegenkreis suchen. Davon profitiere das eigene Wissen und damit auch das Unternehmen.

Erfolgreiches Netzwerken ist wie Fußballerbildchen-Sammeln

Ein weiterer User, Tim Siko, schlägt wiederum eine andere Strategie vor. Ergebnisorientiertes Netzwerken scheint für ihn so etwas Ähnliches zu sein wie Fußballer-Bildchen sammeln: Hat man zu viele CIOs und zu wenig Projekt-Manager im Netz, muss man eben welche tauschen. Tim sagt, man soll sein Netzwerk nach Kriterien wie Skills, Wissen, Rollen und Branchen sortieren und versuchen, es komplett zu kriegen.

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