Deloitte-Report "TechTrends 2020"

Neue Technologien mit Geschäftsnutzen in Einklang bringen

06.03.2020
Anzeige  Die rasche Anwendung technologischer Innovationen wird für Unternehmen immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor bei der digitalen Transformation. Welche neuen Technologien die Wirtschaftswelt in den nächsten 18-24 Monaten am stärksten verändern werden, zeigt der aktuelle Deloitte Report "TechTrends 2020".

Die Geschwindigkeit digitaler Innovationen hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. "Für Unternehmen kommt es darauf an, die Trends zu erkennen, die für ihr Geschäftsmodell einen klaren Mehrwehrt darstellen. Dafür bietet die bereits seit über einer Dekade jährlich publizierte 'TechTrends'-Studie eine fundierte Orientierungshilfe", erklärt Jochen Fauser, Partner bei Deloitte Consulting und Leiter Technology Strategy & Architecture.

Deloitte Studie Tech Trends 2020
Deloitte Studie Tech Trends 2020
Foto: Deloitte

Makro-Technologiekräfte: Treiber disruptiver Veränderungen

Die wichtigsten Treiber für disruptive Veränderungen ergeben sich im Bereich von neun Makro-Technologiekräften, die das Rückgrat der Innovations- und Transformationsstrategie von Unternehmen bilden. Diese sind Digital Experience, Analytics, Cloud, Core Modernization, Risk, Business of Technology, Digital Reality, Cognitive und Blockchain. "Alle neuen Trends, die zum Teil extrem schnelllebig sind, lassen sich diesen neun Makro-Kräften zuordnen. Zudem ergeben sich Disruptionen häufig aus der Kombination dieser Kräfte", ergänzt Fauser.

Ethik und Vertrauen werden zum kritischen Faktor

Ein Megatrend, der die nächsten Jahre bestimmen wird, ist die Bedeutung von Ethik und Vertrauen in technologische Innovationen. "Da die Öffentlichkeit zunehmend kritisch auf ethische Aspekte reagiert, erhält 'Corporate Digital Responsibility' eine neue Tragweite", erklärt Andreas Klein, Director Technology Strategy bei Deloitte Consulting und Leiter des CIO Programm in Deutschland.

Schließlich können Fehlentscheidungen und Produkthaftungsthemen das Vertrauen der Kunden schnell erschüttern und das Markenimage des Unternehmens beschädigen. Der Umgang mit personenbezogenen Daten spielt hier eine wichtige Rolle. Deswegen sind Unternehmen gefordert, sich frühzeitig bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen mit ethischen Fragen auseinanderzusetzen.

Engerer Schulterschluss zwischen CFO und CIO gefordert

Um digitale Innovationen schnell finanzieren zu können, wird die Zusammenarbeit zwischen CFO und CIO immer wichtiger. "Dabei kommt es für die Finanzabteilungen darauf an, sowohl ihre Effizienz durch die Anwendung neuer Technologien zu erhöhen als auch ihre klassischen Entscheidungsabläufe stärker an agile Methoden der IT-Abteilungen anzupassen", so Klein. Der Übergang zu neuen Finanz-, Budgetierungs- und Buchhaltungsprozessen ist essentiell, um Innovationen effizient finanzieren zu können.

Human Experience Platforms: Mit Emotionen die Kundenbindung stärken

Zudem bietet die Berücksichtigung von Emotionen in IT-Lösungen, die sich besonders in Human Experience Platforms wiederfindet, neue Chancen für Unternehmen. Schließlich stellen Gefühle einen entscheidenden Faktor bei der Bindung des Kunden an eine Marke dar. Die Kombination von Künstlicher Intelligenz, humanzentrierten Designtechniken und Neurologie ermöglicht es, den emotionalen Zustand eines Benutzers im jeweiligen Kontext zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das verhindert Frustration, schafft positive Erlebnisse und verstärkt die Verbundenheit des Kunden zur Marke.

Potenzial digitaler Zwillinge noch ausbaufähig

Zukunftspotenzial ergibt sich auch aus dem Einsatz digitaler Zwillinge, die als digitale Abbilder von realen Objekten eine Brücke zwischen physischer und virtueller Welt schlagen. Simulations- und Modellierungsfunktionen sind mittlerweile ausgefeilt und ermöglichen es, komplexe Prozesse, Produkte und Dienstleistungen zu optimieren, die Effizienz in der Fertigung zu steigern sowie komplette Lieferketten und die vorausschauende Wartung zu verbessern.

Zudem macht es die zunehmende Komplexität der Digitalisierung erforderlich, das Aufgabenspektrum von IT-Architekten zu erweitern, die bisher zu häufig in geschlossenen Communities arbeiten. Denn um den Risiken entgegenzuwirken, die durch Insellösungen, Multi Clouds und Schatten-IT entstehen, ist es wichtig, die Gesamtarchitektur im Auge zu behalten. Deswegen müssen IT-Architekten ihren Elfenbeinturm verlassen und in alle wichtigen Projekte federführend eingebunden werden.

Tech Trend Radar: den Fokus auf gewinnbringende Technologien richten

Zentrale Voraussetzung ist es, die zahlreichen technologischen Innovationen nicht mehr als Einzelthemen zu sehen, sondern intelligent zu kombinieren. "Zudem sind Unternehmen angesichts der unüberschaubaren Möglichkeiten mehr denn je gefordert, die Aspekte zu filtern, die für ihre Geschäftsstrategie relevant sind, und sich darauf zu konzentrieren", sagt Deloitte-Partner Jochen Fauser.

Das heißt, die Investitionen in Zukunftstechnologien müssen mit dem tatsächlich erzielbaren Geschäftsnutzen in Einklang gebracht werden. "Dazu empfehlen wir jedem Unternehmen, einen Tech-Trend-Radar aufzubauen, der neueste Technologietrends erkennt und deren Relevanz für den eigenen Betrieb bewertet", so Fauser. Nur so kann die Digitalisierung ihre volle Wirkung entfalten.

Hier finden Sie die vollständige Studie kostenlos zum Download.

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