Wenig Interesse an Outsourcing

Neun von zehn Firmen ohne Ahnung von Dokumentenkosten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Dagegen sind die Punkte Workflow oder Content Management weniger klar. Workflow gehört für 71 Prozent der Studienteilnehmer dazu, für 14 Prozent nicht. Beim Content Management ist das Verhältnis 64 Prozent ("gehört dazu") zu 32 Prozent ("gehört nicht dazu"). Und: Immerhin jeder Vierte (25 Prozent) zählt auch Support und Verwaltung von Hardware dazu, während 57 Prozent das nicht so sehen.

Lieber ein guter Ruf als gute Kenntnisse

Bei der Auswahl eines Dokumenten-Managements steht trotz aller Sparzwänge nicht das Geld an erster Stelle, sondern die Erreichbarkeit des technischen Services. Dann kommen die Kosten. Offenbar vertrauen die Befragten dem Branchengeflüster: Der gute Ruf eines Anbieters gilt als wichtiger denn Branchen-Kenntnisse.

Und auch in dieser Frage zeigt sich das geringe Interesse am Auslagern: Die Möglichkeit zum Outsourcen spielt unter den Auswahlkriterien die geringste Rolle.

Die Autoren der Studie kommentieren: "Die Gründe sind vermutlich die generell zögerliche Haltung gegenüber Outsourcing und die Angst, bei Vergabe an einen externen Dienstleister die Kontrolle über wichtige Prozesse zu verlieren."

An der Studie "Dokumenten- und Output-Management-Outsourcing in Deutschland" haben sich 56 Entscheider aus den 500 größten Unternehmen beteiligt.

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