Sicherheit, Verwaltung, Archivierung

Nützliche USB-Tools für alle Fälle

Bernhard Haluschak war bis Anfang 2019 Redakteur bei der IDG Business Media GmbH. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.

USB Admin Pro

Das Tool USB Admin Pro unterbindet den unberechtigten Zugriff auf USB-Ports. Zugelassen werden nur die in einer Whitelist enthaltenen Datenträger. Schließt jemand andere USB-Geräte an, benachrichtigt die Software auf Wunsch automatisch den Administrator über den Vorfall.

Funktionalität: Mit dem englischsprachigen Programm USB Admin Pro lässt sich der Zugriff auf USB-Wechselmedien einschränken. Auf diesem Weg kann der Administrator Malware und andere unerwünschte Software, die sonst durch einen unbedacht eingesteckten USB-Stick ins Unternehmen gelangt, effektiv vom Netzwerk fernhalten. Ebenso ist es möglich, den Abfluss von vertraulichen Informationen zu verhindern, da die Anwender keine Informationen mehr auf gesperrten Datenträgern speichern können.

Die Zugriffseinstellungen lassen sich für jeden einzelnen PC oder für alle Rechner festlegen. Auf diese Weise hat der Administrator ein probates Mittel zur Hand, um die IT-Richtlinien auch unternehmensweit durchzusetzen. In einer Whitelist kann man Ausnahmen definieren, sodass dort angegebene Geräte sogar in eingeschränkten Computern funktionieren. Somit sind zum Beispiel Support-Mitarbeiter in der Lage, vor Ort ohne Probleme von bestimmten Datenträgern Treiber oder Programme zu installieren.

Das Tool sperrt nicht nur den Zugriff auf Wechselmedien, sondern legt auch lokal und zentral auf einem Server Protokolldateien an. Darüber hinaus kann die Software automatisch per E-Mail den Administrator informieren, wenn Benutzer versuchen, unerlaubte USB-Laufwerke anzuschließen.

Welche Betriebssystemversionen nach Windows XP USB Admin Pro unterstützt, lässt sich den Herstellerangaben nicht eindeutig entnehmen. So findet sich im Benutzerhandbuch zwar der explizite Hinweis auf Windows XP als aktuellste unterstützte Version, an anderer Stelle heißt es wiederum "Windows 2000 or higher". Unsere Nachfrage an SonarWare blieb bislang unbeantwortet. Fest steht, dass sich die Software im Test problemlos auch unter Windows 7 Ultimate verwenden ließ.

Lizenzvertrag: USB Admin Pro lässt sich 30 Tage ohne Einschränkung testen. Danach muss man eine Lizenz kaufen.
Lizenzvertrag: USB Admin Pro lässt sich 30 Tage ohne Einschränkung testen. Danach muss man eine Lizenz kaufen.

Installation: Die Download-Größe der Setup-Datei beträgt 2,2 MByte. Ein Doppelklick darauf startet einen Assistenten, der durch die Installation führt. Als Client-/Server-Anwendung muss man das Tool zunächst in einem frei wählbaren Serververzeichnis installieren. Anschließend meldet man sich mit lokalen Administratorrechten beim Client an, stellt eine Verbindung zum Server her und ruft aus dem dortigen Installationsordner von USB Admin Pro die Datei InstallRSRV.exe auf. Wer das Tool nur auf einem einzelnen PC einsetzen möchte, wählt beim Setup einfach einen lokalen Pfad. Von dort aus muss der Benutzer zum Schluss ebenfalls einmalig InstallRSRV.exe starten.

Bedienung: Unabhängig davon, ob man das Tool als Client-/Server-Anwendung oder rein lokal nutzt, es wird immer als Systemdienst gestartet. Der Anwender bekommt also in der Regel nicht mit, dass die Software im Hintergrund aktiv ist. Auch die Benutzeroberfläche, mit der sich die Konfiguration durchführen lässt, ist in beiden Fällen identisch. Sie enthält im Hauptteil drei Spalten, um den Zugriff auf per USB angeschlossene Laufwerke komfortabel zu verwalten. Zunächst empfiehlt es sich, unter Settings eine Standardeinstellung für alle Computer festzulegen. Diese gilt für alle PCs, die keine individuelle Konfiguration besitzen. Einzelne Einstellungen erreicht man über das Optionsfeld Individual Settings. Die betreffenden Rechner lassen sich sowohl manuell über ihren Namen als auch automatisch über eine Abfrage der Domäne oder Arbeitsgruppe hinzufügen.

Global gültig hingegen ist die Einstellung, die man mit der oben in der Symbolleiste angebrachten Schaltfläche Enable a USB Disk trifft. Damit lassen sich USB-Datenträger definieren, die der Anwender auch an Rechnern verwenden darf, die durch das Tool eingeschränkt sind. Schließt man indes ein nicht in der Ausnahmeliste erfasstes Wechselmedium an, erscheint ein entsprechender Sperrbildschirm. Es sind keine weiteren Eingaben möglich, bis man das jeweilige Laufwerk wieder entfernt.

Fazit: Mit USB Admin Pro lässt sich der Zugriff auf USB-Laufwerke bequem kontrollieren. Das Tool ist als Client-/Server-Anwendung nutzbar, sodass der Administrator problemlos zentrale Vorgaben für die IT im Unternehmen umsetzen kann. Wer nicht nur USB-Ports, sondern auch andere Schnittstellen wie Firewire oder Bluetooth reglementieren will, sollte einen Blick auf das Programm DeviceLock werfen.

USB Admin Pro

Version:

1.1.25

Hersteller:

SonarWare.com

Download Link:

USB Admin Pro - Download

Sprache:

Englisch

Preis:

10 US-Dollar pro Einzellizenz (30-Tage-Demoversion verfügbar)

System:

Windows 98/ME/2000/ Windows XP, Windows Server 2003 (Herstellerangaben). Im Test ließ sich die Software zusätzlich auch unter Windows 7 nutzen.

Alternativen:

DeviceLock, MyUSBOnly, NetWrix USB Blocker

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