WiFi-Zugang optimieren, Fehler beseitigen

Nützliche WLAN-Tipps für Windows

24.10.2012
Von , Michael Eckert und Thomas Rieske
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.

Windows-PC in Wi-Fi-Hotspot verwandeln

Windows 7 beinhaltet ein wenig bekanntes Feature, mit dem man eine aktive Internetverbindung über Wi-Fi mit anderen Geräten teilen kann. Praktischerweise lässt sich dieser komplett per Kommandozeile einrichten.

Mit der Hotspot-Funktion will Microsoft scheinbar die völlig veraltete und unsichere Ad-hoc-Funktion durch einen moderneren virtuellen Hotspot ersetzen. Ein weiterer Vorteil: Mit dem Hotspot kann sich mehr als ein Gerät verbinden.

Der Hotspot wird über mehrere Schritte konfiguriert. Zunächst benötigt man eine Kommandozeile mit administrativen Rechten, die Konfiguration läuft über die Netshell.

Mit

netsh wlan set hostednetwork mode=allowed|disallowed

wird der Modus grundsätzlich erlaubt oder verboten.

Die grundlegende Einstellung erledigt anschließend der folgende Befehl:

netsh wlan set hostednetwork ssid=WLAN-SSID key=Passwort/Passphrase keyUsage=persistent|temporary

Die Verschlüsselung des WLANs erfolgt übrigens immer mit WPA2 Personal. In der Netzwerkübersicht taucht anschließend ein neuer Wi-Fi-Adapter auf.

Der neue Hotspot lässt sich mit dem Befehl:

netsh wlan start hostednetwork

starten, hat dann allerdings noch keine Verbindung ins Internet.

Besser als Ad-hoc: Windows 7 bringt alle Funktionen für einen virtuellen Hotspot mit.
Besser als Ad-hoc: Windows 7 bringt alle Funktionen für einen virtuellen Hotspot mit.

Um nun etwa eine Hotspot-Verbindung vom Notebook mit einem Smartphone zu teilen, muss man die aktive Verbindung ins Web mit dem virtuellen Adapter teilen. Das erledigt man am einfachsten über die Freigabe-Option; diese erreicht man über die Eigenschaften des jeweiligen Adapters.

Zunächst muss man den Haken bei Anderen Benutzern im Netzwerk gestatten…. Anschließend wählt man aus dem Dropdown-Menü aus, mit welchem Adapter die Verbindung geteilt werden soll - in unserem Fall ist das wahrscheinlich der Drahtlosadapter mit der höchsten Ziffer.

Den Hotspot kann man über den Befehl

netsh wlan stop hostednetwork

wieder beenden.

Das Feature ist in Windows 7 und Windows Server 2008 R2 enthalten. Wer es sich ein wenig einfacher machen möchte, kann auch das kostenlose Tool Virtual Router Manager verwenden. Wer weitere Informationen zur Hostednetwork-Funktion sucht, der findet in diesem Blogeintrag des TechNet eine ausführliche Beschreibung.

IP-Adresse des virtuellen Windows-Wi-Fi-Hotspots ändern

Unter Windows 7 und Windows Server 2008 R2 lässt sich das Betriebssystem leicht in einen virtuellen Hotspot verwandeln. Wer allerdings eine andere IP-Adresse nutzen möchte, muss dies über die Registry konfigurieren.

Adresszuordnung: Über die Registry lässt sich die vergebene IP des virtuellen Wi-Fi-Hotspots ändern.
Adresszuordnung: Über die Registry lässt sich die vergebene IP des virtuellen Wi-Fi-Hotspots ändern.

Wenn Sie Windows 7 wie im vorangegangenen Tipp mit Bordmitteln in einen Wi-Fi-Hotspot verwandelt haben, wird Ihr PC dabei automatisch zu einem DHCP-Server, der IP-Adressen aus dem Bereich 192.168.137.xxx verteilt. Der Rechner selbst erhält die IP 192.168.137.1.

Die IP-Range lässt sich in der Registry von Windows ändern. Die passenden Einträge sind "ScopeAdress", "ScopeAdressBackup" und "StandaloneDhcpAdress", der passende Pfad ist

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\SharedAccess\Parameters

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