Studie

Praktikable Strategien für Cloud und hybride IT

12.07.2017
Anzeige  CEOs und CIOs stecken in einer Zwickmühle. Sie haben verstanden, dass die digitale Transformation notwendig ist und Investitionen erfordert. Sie müssen aber auch weiterhin einen Mehrwert für ihre Bestandskunden und Stakeholder schaffen.

Sie wissen, dass sie ihr Unternehmen und dessen Infrastruktur von Grund auf umgestalten müssen, ohne vorhandene Services und Ertragsquellen zu stören.

Die Herausforderung: das Fundament für eine digitale Zukunft legen und gleichzeitig vorhandene Vermögenswerte optimal ausschöpfen. Diese Herausforderung ist das Thema einer umfassenden, europaweiten Studie von IDG Connect, die Level 3, einer der weltweit führenden Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen, in Auftrag gegeben hat.

Danach haben die Unternehmen klar erkannt, dass die Digitalisierung einen Umbruch markiert. Etwa 60 Prozent der Befragten geben an, dass der Schwerpunkt ihrer laufenden IT-Investitionen auf Initiativen für die digitale Transformation liegt, um künftiges Wachstum und den Ausbau des Unternehmens zu erreichen, statt auf dem simplen Erhalt vorhandener Anwendungen und Services.

Geschäftsführer und IT-Leiter müssen eine heikle Gratwanderung zwischen dem Erhalt der vorhandenen Systeme, der Entwicklung neuer Systeme und der Ausarbeitung von Strategien für den Umstieg von alten auf neue Plattformen absolvieren. Dabei geht es nicht nur um die Technologie, wenngleich Technologie die digitale Transformation erst möglich macht. Es geht um Geschäfts- und Dienstleistungsmodelle.

Motive für die Transformation

Die Studie ergab, dass das Hauptmotiv für die Transformation die Senkung der Gesamtbetriebskosten ist. Der Wunsch nach mehr Innovationen bei Produkten und Services rangiert auf Platz zwei. Dieser Umstand zeigt, wie schwierig es für gewachsene Organisationen ist, die Restrukturierungen umzusetzen, die die Digitalisierung erfordert. Die folgenden Motive für die digitale Transformation veranschaulichen den Balanceakt, der von Geschäftsführern und Technologieleitern verlangt wird:

  • Kostensenkung bei der Erbringung von IT-Services durch die Optimierung von alten Systemen (57 Prozent)

  • Unterstützung von Innovationen bei Produkten und Services (51 Prozent)

  • Verbesserung der Kundenerfahrung und -interaktion (50 Prozent)

  • Erfüllung von Globalisierungsanforderungen (47 Prozent)

  • Optimierung der Lieferkette (39 Prozent)

  • Einhaltung von behördlichen Branchenrichtlinien und -verordnungen (36 Prozent)

Kosteneinsparungen waren über alle Regionen und Unternehmensgrößen hinweg die wichtigste Triebkraft. Der Wert deutet aber auf mehr hin, als auf die kontinuierlichen Bestrebungen jedes guten Unternehmens, die Effizienz seiner Abläufe zu erhöhen, erklärt Andrew Edison, Senior Vice President von Sales EMEA bei Level 3.

"Die digitale Transformation erfordert eine Vereinfachung der aktuellen Umgebung sowie den Umstieg auf Cloud- und Micro-Services", argumentiert er. "Firmen müssen Agile- und DevOp-Ansätze aus ihrer Entwicklungsumgebung auf integrierte Geschäft- und Technologie-Führungsteams übertragen, um die Entwicklung neuer Produkte und Services zu beschleunigen."

Die Cloud ist dabei der bewährte Mechanismus, um diesen Prozess zu beschleunigen. Die IDG-Studie für Level 3 ergab, dass Private Clouds bei weitem häufiger genutzt werden als Public Clouds. Die Befragten gaben an, dass ein größerer Anteil der IT-Services und -Anwendungen ihrer Unternehmen derzeit in Private Clouds gehostet werden (54 Prozent). In den nächsten zwei Jahren wird hier ein Anstieg auf 63 Prozent erwartet.

Diese Zahlen zeigen die praktischen Grenzen, an die Unternehmen beim Transfer ihrer Anwendungen und Services in die Public Cloud geraten: die Notwendigkeit, vorhandene Rechenzentren und Software-Assets optimal auszuschöpfen, Fragen der Sicherheit und Compliance, ganz zu schweigen davon, die Kontrolle über geschäftskritisches geistiges Eigentum zu wahren.

Partnerschaften und neue Geschäftsmodelle

Das prognostizierte Wachstum bei Private Clouds spiegelt auch die Realtität der aufkommenden digitalen Wirtschaft wider: Marktführer bauen neue Partnerschaften auf und bilden neue Allianzen, um neue Produkte zu entwickeln und die Innovationszyklen zu verkürzen.

Außerdem entwickeln sie neue Plattformen für neue Branchen. Beispiele hierfür sind die Entstehung von Smart Cities und vernetzter Fahrzeuge, wo führende Akteure aus so unterschiedlichen Sektoren wie Fahrzeugproduktion, Behörden, Bauwesen, Versicherung, Medien und Unterhaltung neue Branchen auf Plattformen erschaffen, die nur in der Cloud existieren können.

Es ist klar, wohin die Reise geht, so Edison. "Der Bedarf an Geschwindigkeit, Agilität und Flexibilität wird auf jeden Fall steigen", stellt er fest. "Dies muss zu einem Wechsel auf eine hybride Infrastruktur und auf standardisierte, industrialisierte Anwendungen, Prozesse und Services führen, um das Unternehmen effizient zu betreiben und Ressourcen für Innovationen freizusetzen."

Digitale Führungskräfte ändern bereits ihre Geschäftsmodelle, um sie an die neuen technologiegetriebenen Marktchancen anzupassen, die sie erkennen. Sie gehen nicht nur weitere externe Partnerschaften ein, sondern ändern auch die internen Strukturen: weg von traditionellen Funktionssilos hin zu einer Struktur, in der kleinere gemischte Teams mit Mitarbeitern aus Vertrieb, Marketing, Service, Produktentwicklung, Produktion und Technologie zusammenarbeiten und sich auf ein Kundensegment fokussieren.

Um diesen Bedarf zu decken, bietet Level 3 wie andere Service-Provider Strategien an, mit denen existierende Rechenzentren und Infrastrukturen optimiert und Cloud-Angebote wie Security-as-a-Service und Infrastructure-as-a-Service auf Unternehmensebene genutzt werden können.

"Unserer Ansicht nach verfügen Unternehmen mit diesem Ansatz, bei dem das Netzwerk die Plattform sowohl für die digitale Innovation als auch für das Absenken der laufenden Betriebskosten darstellt, über die Instrumente, mit denen Sie zuversichtlich in die Zukunft blicken können", fügt Edison hinzu.

Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, möglichst schnell Big Data, Mobilanwendungen, das Internet of Things und soziale Netzwerke einzusetzen. Noch nie war die Fähigkeit, sich mit Menschen, Orten, Partnern, Anwendungen und Geräten zu vernetzen so wichtig. Letzten Endes hängt hiervon die Fähigkeit einer Organisation ab, ihre Kundenbasis zu halten und zu vergrößern, aber auch ihre langfristigen Perspektiven auf ein stabiles Fundament zu setzen.

IDG Connect befragte Führungskräfte, CIOs, CTOs, CDOs, CISOs und Manager von Unternehmen mit mehr als 500 bis mehr als 25.000 Mitarbeitern mit Sitz im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien sowie an zahlreichen weltweiten Niederlassungen.

Weitere Aspekte zu diesem Thema und zu Level 3 Communications, einem der weltweit führenden Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen, finden Sie hier.

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