CIO Auf- und Aussteiger


Freie Universität Berlin

Prill steigt zum ersten CIO der FU Berlin auf



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Torsten Prill verantwortet als CIO in der neu geschaffenen Stabstelle die IT der Universität. Bislang gab es ein CIO-Gremium, das nun aufgelöst wird.
Torsten Prill wird CIO der FU Berlin.
Torsten Prill wird CIO der FU Berlin.
Foto: FU Berlin

Torsten Prill (53) wird Anfang Februar 2018 neuer CIO der Freien Universität (FU) Berlin. Zuvor war er dort rund 15 Jahre Direktor des HochschulrechenzentrumsHochschulrechenzentrums. Im Präsidium berichtet er nun direkt an die Kanzlerin der FU Berlin. Alles zu Public IT auf CIO.de

Die CIO-Stabstelle wurde vom Präsidium der Universität neu geschaffen. Das bisherige CIO-Gremium wird nun aufgelöst, das sich aus der Kanzlerin, dem zuständigen Vizepräsidenten und weiteren Mitgliedern zusammensetzte.

CIO löst CIO-Gremium ab

Als erster CIO der FU Berlin verantwortet er die Weiterentwicklung, Umsetzung und Kontrolle der IT-Governance der Freien Universität Berlin, nimmt die zentralen Steuerungsaufgaben des Informationsmanagements wahr und trägt die IT-Gesamtverantwortung.

Nach der Wende arbeitete der in der DDR geborene Prill zunächst als IT-Dozent und Systemingenieur an einem Betriebswirtschaftlichen Institut und in einem Systemhaus. Neun Jahre war er bei Pixelpark AG tätig, einem Star der New Economy. Dort baute er den Bereich Systemmanagement auf, der die Pixelpark-Filialen weltweit mit IT-Services versorgte.

Seit 2003 an der FU Berlin

Seit 2003 arbeitet Prill an der FU Berlin als Direktor des Hochschulrechenzentrums. Sein Verantwortungsbereich umfasste Technik, Finanzen und Personal inklusive der dazugehörigen Wirtschaftsbefugnis. Prill ist außerdem seit vielen Jahren als gewählter CFO Mitglied im Vorstand des Vereins Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e.V (ZKI) engagiert.

Die wichtigsten Aufgaben und IT-Projekte

Als seine wichtigsten anstehenden Aufgaben und IT-Projekte nannte Prill gegenüber CIO.de:

Strategisch:

  • Entwicklung von IT-Sourcing-Strategien

  • Aufbau einer universitätsweiten "DX Plattform" als Basis der Digitalisierung

  • Transformation vom klassischen Projektmanagement zu agilen Methoden

  • Design Thinking und Prototyping

  • Konzeption und Implementierung technologischer Innovationen und IT-Markttrends

Technologisch:

  • Cloud Computing in allen Bereichen

  • Edge Computing

  • Data Sharing und Data Science

  • IoT, Machine Learning, AR, VR und Cognitive Computing

  • Security Management

Die IT-Kennzahlen der FU Berlin

Die FU Berlin wurde 1948 gegründet, sie ist eine internationale Netzwerkuniversität und eine der elf Exellenzuniversitäten Deutschlands. Es gibt heute rund 31.500 Studierende, davon 20 Prozent aus dem Ausland, und rund 4.350 Beschäftigte

IT-Kennzahlen (zentrale IT ohne Fachbereiche)

  • Mehrere Standorte

  • ca. 900 Server Systeme (physisch und virtuell)

  • mehr als 50.000 Datenanchlüsse

  • rund 1.700 WiFi Access Points

  • 1.300 Switche/350 Verteilerräume

  • 12 CoreNet Router Systeme

  • 19.000 Endgeräte gleichzeitig im WLAN, 46.000 User pro Woche

  • rund 1.100.000 Rechenaufträge im Queueing System (HPC)

  • 4 Petabyte Daten im Backup & Archivsystem

  • > 9.100 PC-, Mac- und Linux-Systeme

  • 7000 VoIP-Telefone

  • 10 Videokonferenzsysteme

  • 68.000 verwaltete User Accounts

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