IT-Modernisierung

Raus aus den Technologie-Schulden

24.04.2019
Anzeige  In vielen Unternehmen sind IT-Systeme und geschäftskritische Anwendungen schon lange im produktiven Einsatz - und in die Jahre gekommen.

Früher oder später muss sich jede IT-Abteilung mit "Technologie-Schulden" auseinandersetzen. Gemeint ist damit der natürliche Alterungsprozess von Anwendungen, Systemen, Architekturen und Prozessen. Diese Legacy-Infrastruktur ist meist über Jahre historisch gewachsen und basiert auf nicht mehr zeitgemäßen Technologien. Meist handelt es sich um Eigenentwicklungen, die im Laufe der Zeit immer wieder um neue Funktionen und Kapazitäten ergänzt wurden. Die Architektur wird dadurch unübersichtlicher, Anpassungen werden komplexer und teurer.

Diese veralteten Systeme und Anwendungen treiben jedoch die Kosten für Betrieb und Wartung in die Höhe und nehmen daher den Großteil der IT-Ressourcen in Anspruch. Zudem genügen sie den heutigen Anforderungen an eine agile IT-Infrastruktur nicht mehr. Es besteht die Gefahr, dass die Legacy-Technologie den digitalen Wandel ausbremst: Firmen können wegen dieser technologischen Defizite möglicherweise Chancen nicht nutzen und verkleinern den Raum für Innovationen.

Firmen aller Branchen sollten daher ihre Bestandssysteme sukzessive modernisieren oder mit fortschrittlichen IT-Lösungen verknüpfen. Laut einer Studie der Marktforscher von IDC können Unternehmen, die mit Hilfe von entsprechenden Maßnahmen auch ihre technologischen Schulden reduzieren, die Produktivität ihrer IT-Teams um bis zu 35 Prozent steigern.

 "In manchen Unternehmen ist es üblich, ein System zu schaffen, das dann 20 Jahre lang genutzt wird. In der IT darf genau das nicht passieren." Brent Conran, Chief Information Security Officer bei Intel IT
"In manchen Unternehmen ist es üblich, ein System zu schaffen, das dann 20 Jahre lang genutzt wird. In der IT darf genau das nicht passieren." Brent Conran, Chief Information Security Officer bei Intel IT
Foto: Billion Photos - shutterstock.com

Es geht darum, die IT agiler zu gestalten, etwa durch den Einsatz von Cloud-Technologien, KI-Lösungen oder modernen Speichertechnologien wie Intel® Optane™ DC Persistent Memory. Der nichtflüchtige Speicher von Intel kombiniert die besten Eigenschaften bestehender Technologien. Im Vergleich zu DRAM ermöglicht die Speichertechnik dank einer höheren Bitdichte die zehnfache Kapazität. Im Vergleich zu NAND sind die Lese- und Schreibgeschwindigkeit weitaus höher. Dadurch eignet sich Intel® Optane™ ideal für die Speicherung, Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen, die Virtualisierung in Cloud-Umgebungen oder auch In-Memory-Datenbanken. Technologie-Schulden verhindern aber, dass Firmen in derartige Innovationen für die digitale Transformation investieren können. Ziel ist es, die Betriebskosten, also das IT-Budget für Lizenzen, Wartung, Gehälter und Co. zu senken, damit mehr Geld für Optimierungen und Investitionen in Wachstumsfelder zur Verfügung steht.

Plan gegen Technologie-Schulden

Intel hat eine Strategie entwickelt, um diese Technologie-Schulden abzubauen. Diese konzentriert sich auf drei Bereiche:

  1. Bewertung der aktuellen IT-Ressourcen und Ermittlung der technologischen Schulden, priorisiert nach Kosten und Dringlichkeit;

  2. Abbau der Schulden durch End-of-Life-Roadmaps für Anwendungen und Systeme, durch das Konsolidieren von Anwendungen und die Anpassung der Architektur an die Unternehmensziele sowie durch die Modernisierung von Legacy-Anwendungen;

  3. Vermeiden weiterer Schulden: Voraussetzung dafür sind eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Architekten und Softwareentwicklern sowie ein klar definiertes Governance-Modell;

Den roten Faden bildet dabei immer die Idee, aus dem Schuldenszenario eine Chance zu machen. Es geht darum, eine Roadmap zu erstellen und Standards zu schaffen, die zur Konsolidierung beitragen und dabei helfen, Redundanzen zu vermeiden. Typische Beispiele sind Software-Redundanz, Code-Duplizierung oder auch gleiche Funktionen, die von verschiedenen Anwendungen bereitgestellt werden können. Man kann noch einen Schritt weitergehen und Kernfunktionen abstrahieren, sowie Tools zum Erkennen von Klonen einsetzen. Funktionen, die nicht auf die Ziele der IT-Roadmap einzahlen oder die für die zukünftige Ausrichtung nicht relevant oder erforderlich sind, werden als End-of-Life markiert.

Ein häufiges Vorkommnis sind auch Architekturfehler, die aus Entscheidungen resultieren, die im Lauf der Zeit im Unternehmen getroffen werden. Bei Legacy-Anwendungen werden Integration und Support früher oder später zum Problem. In diesem Fall können Firmen mit einer Modernisierung auf die Zielarchitektur hinarbeiten. Laut IDC können Unternehmen durchschnittlich 32 Prozent ihres IT-Budgets einsparen, wenn sie die durch Legacy-Infrastruktur verursachten technologischen Schulden reduzieren.

Mitarbeiter fordern moderne IT

Bei der Modernisierung ihrer IT sollten Firmen architektonische Standards einhalten und gängige, wiederverwendbare Bausteine identifizieren, selbst wenn dadurch der Zeitaufwand steigt. Im Gegenzug spart ein DevOps-Modell Zeit, sprich die enge Verzahnung von IT-Entwicklung und IT-Betrieb. Da sich mit Hilfe einer "Toolchain" Tests und andere Kernaufgaben weitgehend automatisieren lassen, steigt die Qualität und Geschwindigkeit von neuen Implementierungen.

Wenn Unternehmen ihre technologischen Defizite reduzieren, profitieren sie nicht nur finanziell - eine moderne IT ist auch eine notwendige Voraussetzung, um Mitarbeiter mit Schlüsselkompetenzen im Unternehmen zu halten. Denn IT-Fachleute wollen immer mit den neuesten Technologien arbeiten. Firmen, die an einer überholten Programmiersprache oder einer veralteten Plattform festhalten, werden es schwer haben, versierte IT-Experten an sich zu binden.

Da die IT im Zeitalter der Digitalisierung eine immer größere Rolle innerhalb der Unternehmensstrategie spielt, wird künftig auch der bewusste Umgang mit technologischen Schulden zum entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg. Dazu gehören ein klares Bekenntnis zu Standardisierung, konsequentes Life-Cycle-Management und die Entwicklung neuer Architekturen für Geschäftsprozesse.

Dazu Brent Conran, Chief Information Security Officer bei Intel IT: "In manchen Unternehmen ist es üblich, ein System zu schaffen, das dann 20 Jahre lang genutzt wird. In der IT darf genau das nicht passieren."

Ist Ihr Interesse geweckt? Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier.

Zur Startseite