Bremse für CIO-Karriere

Raus aus der Opfer-Rolle

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Leider führt Gorsline nicht aus, wie es weitergegangen wäre, wenn das Projekt - zumal mit den zusätzlichen Kosten - in die Hose gegangen wäre. Autoritätsprobleme scheint er jedenfalls nicht zu haben, denn nach seinen Worten empfindet er es als "Segen", wenn seine Mitarbeiter auf bestimmten Gebieten mehr Wissen haben als er. Nicht als Problem.

Delegieren schafft eigenen Freiraum

Skeptiker mögen Gorsline naiven Optimismus unterstellen. Zumindest in einem Punkt gibt ihm jedoch eine Studie des Beraters Coretelligence aus Bad Oeynhausen recht: Rund sechs von zehn Fachbereichsleitern klagen, zu wenig Zeit für das Entwickeln neuer, innovativer Ideen zu haben. Überlastung durch das Tagesgeschäft lasse ihnen keinen Raum.

Wer seinen Mitarbeitern so vertraut, wie Gorsline es tut, und entsprechend delegiert, schafft sich Freiraum für Aufgaben, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen. Das kann die eigene Position im Unternehmen verbessern.

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