Nokia 3, 5 und 6 sowie Nokia 3310

Revival für Nokia Smartphones

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Überraschung mit Ansage: das Nokia 3, 5, 6 und Nokia 3310. Mit drei neuen Android-Smartphones und einer Neuinterpretation des Klassikers 3310 lässt HMD Global die bekannte Handy-Marke Nokia wieder auferstehen.

Ziemlich genau drei Jahre ist es her, dass die letzten Nokia-Smartphones auf dem Mobile World Congress von Steve Elop, damaliger Noch-CEO von Nokia Devices, vorgestellt wurden. Die drei Geräte der Nokia X-Produktlinie liefen mit Android und wurden nach der Übernahme der Sparte durch Microsoft als Kuckuckskinder schon bald wieder aus dem Programm genommen. Danach dauerte es nicht lange, bis zunächst der Name Nokia von den Windows-Smartphones verschwand und Microsoft schließlich bei seiner Handy-Sparte komplett den Stecker zog und das Geschäft mit 5,4 Milliarden Dollar abschrieb.

Dies bedeutete aber nicht das endgültige Aus für Nokia-Smartphones, denn die cleveren Finnen hatten nur eine befristete Nicht-Wettbewerbsklausel mit Microsoft abgeschlossen.

Das Comeback findet aber nicht über den Netzausrüster Nokia statt, sondern wird von HMD Global, inoffizielle Tochter und ebenfalls in finnischen Espoo ansässig, übernommen. Die Company stellte im Vorfeld des MWC nun drei neue SmartphonesSmartphones vor: Das bereits in China verfügbare Nokia 6 sowie die kleineren und (noch) günstigeren Android-Smartphones Nokia 5 und Nokia 3. Die neuen Nokia-Smartphones laufen mit Android 7Android 7 (Nougat) und kommen unter anderem bereits mit dem GoogleGoogle Assistant. Außerdem verspricht HMD Global monatliche Sicherheits-Updates für die Geräte. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Das Nokia 3 ist ein preiswertes 5-Zoll-Smartphone, das für 139 Euro immerhin 2 GB RAM, 16 GB Speicher, einen Quad-Core-Prozessor und 8MP-Kameras vorne und hinten bietet.

Das Nokia 5 wiederum kommt mit einem Snapdragon 430, einem 5,2-Zoll-HD-Display, 2GB RAM und 16 GB Speicherplatz, einer 13MP-Frontkamera und kostet rund 190 Euro.

Vom Nokia 6 mit 5,5-Zoll-Full-HD-Display und Snapdragon 430 werden zwei Versionen angeboten: Das Standardmodell besitzt Dual-Lautsprecher und Dolby Atmos Technologie, 3 GB RAM und 32 GB Speicher und soll 229 Euro kosten. Für 70 Euro mehr gibt es die Nokia 6 Arte Black Limited Edition mit 64 GB Speicher und 4 GB RAM. Beide Varianten besitzen eine 16MP-Kamera hinten und eine 8MP-Frontkamera. Die Hülle besteht beim Nokia 3 aus Polycarbonat, Nokia 5 und 6 sind in 6000er Aluminium eingekleidet.

Zusammen mit den neuen Smartphones kehrt auch ein moderner Klassiker zurück - das im Design überarbeitete Nokia 3310. Die Neuauflage eines der meistverkauften Feature-Phones aller Zeiten verspricht 22 Stunden Telefonie und eine Stand-by-Zeit von einem Monat. Dank eines Verkaufspreises von unter 50 Euro ist das Gerät auch in Industrieländern als Zwei- oder Dritthandy interessant.