Retail IT


Fraunhofer glaubt an unerschlossenes Potenzial

RFID - unterschätzt, ungeliebt, unausgereift

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
RFID hat das Potenzial, Daten-, Material- und Geldströme direkt zu verknüpfen und dadurch Prozesse zu straffen und zu automatisieren. Das scheinen aber die wenigsten Unternehmen erkannt zu haben, interessieren sich bisher doch vor allem die Technik-Freaks aus IT und Logistik für RFID. Damit werden aber Chancen vertan, warnt die Fraunhofer Gesellschaft in einer Studie.
Motive für eine RFID-Einführung.
Motive für eine RFID-Einführung.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Potenzial von RFID noch lange nicht erschlossen ist. Doch die Möglichkeiten der Technik seien eben auch ihr Fluch: "Technisch ist vieles machbar, aber welche Technik passt zu welcher Anwendung? Sind die Systeme ausgereift? Welche Prozesse lassen sich integriert optimieren?" Das sind nur einige der Fragen, die die Autoren der Studie aufwerfen.

RFID ist noch immer nicht ausgereift genug

Stichwort Ausgereiftheit: Genau darin liegt einer der Kritikpunkte an RFID. So monieren 17 Prozent der Entscheider fehlende technologische Reife. 18 Prozent klagen über den Mangel an praktischen Beispielen einer erfolgreichen Einführung. 16 Prozent sind die Einführungskosten zu hoch.

Nur ein knappes Viertel (23 Prozent) der Studienteilnehmer erklärt, uneingeschränkt positive Erfahrungen mit der Technologie gemacht zu haben.

Diese 23 Prozent dürften vorwiegend aus den Bereichen IT und Logistik kommen, da sitzen nämlich die Befürworter von RFID.

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