Public IT


Exklusiv-Interview

Riesen-Projekt zur Doppik-Einführung startet

Johannes Klostermeier ist freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media.

Ausschreibung für das Gesamtpaket

Was macht T-Systems genau?

T-Systems ist als Generalunternehmer unser Projektpartner und sowohl für den Aufbau der Hardware in unserem RechenzentrumRechenzentrum als auch für die Einrichtung des Betriebssystems und der gesamten Software zuständig. T-Systems hat die Mandanten-Struktur aufgebaut. Gemeinsam wurde das Grobkonzept erstellt. Die Erarbeitung des Feinkonzeptes für die verschiedenen Module der SAP-Welt und der Feinkonzepte befindet sich in den letzten Zügen. Wir wollen das Feinkonzept bis Mitte Januar 2010 abnehmen. Anschließend wird T-Systems gemeinsam mit unseren Fachleuten die Realisierung bei unseren Mandanten vornehmen. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Der Kern der Software ist SAP?

Ja, wir setzen das ERP- und das BI-Modul von SAPSAP ein. Aber wir haben eine Ausschreibung für das Gesamtpaket durchgeführt. Darin enthalten waren Hardware, Lizenzen, Softwarepflege und -wartung sowie Dienstleistung. Es sind uns von anderen Anbietern auch andere Software-Systeme angeboten worden. Uns ging es aber immer um das leistungsfähigste und wirtschaftlichste Gesamtpaket aus Dienstleistung, Software und Hardware. Alles zu SAP auf CIO.de

Was war die Hauptherausforderung des Projekts?

Das ist zum einen die schiere Größe. Zum anderen sind es das Gelingen des Know-How-Transfers für den Roll Out. Ein Rund-um-Sorglos-Paket in Werkvertragsform mit umfassender Verantwortung des Generalunternehmers ist finanziell leider nicht darstellbar. Vor diesem Hintergrund haben wir eine Werkvertragsphase mit T-Systems zum 1. Januar 2011 für die beiden ersten Bereiche Justizvollzug und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Ab diesem Zeitpunkt werden wir das Projekt mit den landeseigenen Beschäftigten im Kompetenz- und im Rechenzentrum bewältigen.

Das ist für mich die größte Herausforderung. Wir müssen es schaffen, dass unsere Leute im Zeitraum von Mai dieses Jahres bis Ende 2011 das notwendige Know-how erwerben, um den laufenden Betrieb des neuen Systems gewährleisten zu können. Außerdem ist der Zeitplan für ein Projekt dieser Größenordnung sehr ambitioniert. Neben der Konzeption und der anschließenden Realisierung in sehr kurzer Zeit müssen wir es schaffen, alle Beteiligten in den umstellenden Behörden und Einrichtungen sowie in den zuständigen Ministerien mitzunehmen. Der Erfolg des Projektes hängt nicht zuletzt von der Akzeptanz vor Ort ab. Bisher profitieren wir von der Aufbruchsstimmung der Beteiligten, an einem wichtigen, großen Projekt mitarbeiten zu können.

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