Finance IT


Deloitte: Woran Risk-Management scheitert

Risiko-Management kaum umgesetzt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Heute berichtet mehr als jeder zweite Chief Risk Manager einer Bank an den CEO. Im Jahr 2006 waren es erst 42 Prozent. Dennoch scheitert die Umsetzung von Risk Management an Daten- und Integrationsproblemen. Das geht aus einer Deloitte-Studie hervor.
Überblick Durchdringungsgrad Risiko-Management.
Überblick Durchdringungsgrad Risiko-Management.

"Was wir aus den jüngsten Turbulenzen auf dem Markt gelernt haben? Nur Geschäfte zu machen, die wir wirklich verstehen." Diese Aussage nimmt ein Geschäftsführer einer Bank für sich in Anspruch. Die Analysten von Deloitte wollten es genauer wissen und haben sich das Risk Management von 111 internationalen Finanzunternehmen angesehen. Fazit: Zwar gewinnt die Position eines Chief Risk Officer (CRO) an Bedeutung. Doch das ist mehr Kosmetik als echte Konsequenz.

Dazu ein paar Zahlen: Mittlerweile berichtet mehr als jeder zweite CRO (53 Prozent) an den CEO. 2006 waren es erst 42 Prozent.

Aktuell erklären 36 Prozent der BankenBanken, sie verfügten über ein integriertes ERM-Programm (Enterprise Risk Management). Weitere 46 Prozent implementieren gerade eines oder planen das zumindest. Immerhin 18 Prozent geben jedoch an, auf ein ERM-Programm zu verzichten - jetzt und auch künftig. Top-Firmen der Branche Banken

Dabei räumen die Analysten ein, dass es keine allgemein akzeptierte Definition von Enterprise Risk Management gibt. Das mag die Ergebnisse verzerren.

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