Finance IT


Deloitte: Woran Risk-Management scheitert

Risiko-Management kaum umgesetzt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.

Wie auch immer: Die Autoren der Studie wollten wissen, inwieweit Risiko-Management umgesetzt wird. Und eben da wird es dünn. Nur knapp jedes zweite Institut (49 Prozent) erklärt, die RM-Ziele seien auf Unternehmensziele abgestimmt und hätten auch Auswirkungen auf die Vergütung der Führungskräfte.

Hinzu kommt: Fast neun von zehn Befragten (88 Prozent) erklären offen, in Sachen ERM Probleme mit den Daten zu haben (in der Studie beschönigend als "Challenge" deklariert). Bei 84 Prozent hapert es zusätzlich an der Firmenkultur.

Probleme mit der Integration und multiplen Systemen

Beim Faktor Technik hat Deloitte noch einmal nachgehakt. Fast jeder Zweite (47 Prozent) hat demnach "größere Probleme" mit der Integration eines RM-Systems. Weitere 40 Prozent berichten immer noch von "kleineren Problemen". Insgesamt 86 Prozent beklagen die fehlende Flexibilität ihrer bestehenden Probleme und 84 Prozent kämpfen damit, Daten aus verschiedenen Systemen zusammen zu bringen.

Die Analysten kommentieren vage, Risiko Management erfordere möglicherweise ausgefeiltere Methoden. Zumal die Produkte, die die Finanzbranche anbietet, und die Marktzusammenhänge immer komplexer würden.

Deloitte leitet aus den Befragungsergebnissen den Rat ab, den CRO möglichst weit oben anzusiedeln. Er sollte sich zumindest regelmäßig mit der Firmenleitung besprechen. Je stärker er eingebunden wird, umso besser.

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