Cloud Computing


Die zweite Cloud-Welle eröffnet CIOs mehr Optionen

Sechs Trends für Ihre Cloud-Strategie

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

Trend 4: Container machen Anwendungen portierbar

Der Einsatz von Container-Techniken wie Docker erlebt im Cloud-Umfeld einen Boom. Entwickler können damit Softwarecode auf relativ einfache Weise managen und migrieren. Viele Unternehmen nutzen Container mittlerweile dazu, die Portierbarkeit ihrer Anwendungen zwischen den großen Cloud-Plattformen von AWS, Microsoft oder Google sicherzustellen. Häufig sind derartige Projekte in DevOps-Strategien eingebettet, die die Softwareproduktion beschleunigen sollen. Die Cloud-Anbieter unterstützen dafür nicht nur Docker, sondern auch andere Laufzeitumgebungen wie CloudFoundry oder OpenShift.

Container-Techniken wie Docker helfen Unternehmen, ihre Anwendungen portierbar zu machen.
Container-Techniken wie Docker helfen Unternehmen, ihre Anwendungen portierbar zu machen.
Foto: Hoyer GmbH

"Jede Public- und Private-Cloud-Plattform erlaubt inzwischen die Container-basierte Entwicklung", erläutert Bartoletti. OpenShift und CloudFoundry etwa arbeiteten in der Google-Cloud ebenso wie auf Azure- oder AWS-Plattformen. Doch die Entwicklung beschere IT-Verantwortlichen auch Herausforderungen. Wenn Container großflächig produktiv eingesetzt werden, führe das zu einer Reihe neuer Fragen hinsichtlich Security, Monitoring, Storage und Netzwerk.

Trend 5: Anwendungen werden für die Cloud optimiert

Statt Anwendungen einfach unverändert in die Public Cloud zu schieben, versuchen einige Unternehmen, diese für den Cloud-Betrieb zu optimieren. Lift-and-Shift nennen Experten dieses Vorgehen. Die optimale Lösung wäre es demnach, eine Anwendung so umzuschreiben, dass sie Cloud-Features wie die hohe Elastizität und Skalierbarkeit voll nutzen kann. Solche Migrationen können aber sehr teuer werden, gibt Bartoletti zu bedenken. Er empfiehlt den Einsatz von Migrations-Tools, die Unternehmen dabei helfen, eine große Zahl von Anwendungen mit überschaubarem Kostenaufwand anzupassen und in die Cloud zu transferieren.

Trend 6: Enterprise-Software wandert in die Cloud

Etliche Unternehmen hosten mittlerweile auch Enterprise-Anwendungen in der Cloud. Die anfängliche Scheu vieler CIOs, geschäftskritische Software in der Cloud zu betreiben, scheint abzunehmen. So laufen inzwischen auch mächtige SAP-Anwendungen in der AWS-Cloud. Große amerikanische Unternehmen wie der Dollar Shave Club betreiben ihre Spark-Analytics-Systeme auf einer Amazon-Plattform.

Das Vertrauen der CIOs in die Public-Cloud-Provider hat laut Bartoletti zugenommen. Dieser Trend werde sich fortsetzen: "Die Unternehmen gießen neue Ideen immer schneller in Software. Die Cloud ist der beste Ort, um aus Enterprise-Daten rasch Erkenntnisse zu gewinnen."

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