Dividende gestrichen

Siemens Energy muss Verluste verringern

16.11.2022
Hohe Verluste bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa haben den Energietechnikkonzern Siemens Energy im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen rutschen lassen.
Christian Bruch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens Energy AG, streicht den Aktionären die Dividende.
Christian Bruch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens Energy AG, streicht den Aktionären die Dividende.
Foto: Siemens Energy

Daher sollen Aktionäre keine Dividende erhalten, nachdem es zuvor noch 0,10 Euro je Aktie gegeben hatte. Für das neue Geschäftsjahr erwartet das Management um Konzernchef Christian Bruch eine Verbesserung der Profitabilität, auch wenn unter dem Strich weiter ein Verlust stehen dürfte.

Nach Steuern stieg der Fehlbetrag im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende September) um 15,5 Prozent auf 647 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebita) ging um fast 43 Prozent auf 379 Millionen Euro zurück, die entsprechende Marge verschlechterte sich um einen Prozentpunkt auf 1,3 Prozent.

Damit schnitt Siemens EnergySiemens Energy etwas schlechter ab, als erwartet, hatte das Unternehmen doch zuletzt das untere Ende der erwarteten Spanne von zwei bis vier Prozent in Aussicht gestellt. Der Umsatz legte hingegen um 1,8 Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro zu. Auf vergleichbarer Basis, welche Währungs- und Portfolioeffekte ausklammert, stand jedoch ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche. Top-500-Firmenprofil für Siemens Energy

Mehrfach hatte Siemens Energy seine Prognose für das vergangene Geschäftsjahr gesenkt. Ein großes Ärgernis ist die anhaltende Schwäche im WindkraftgeschäftWindkraftgeschäft. Hohe Kosten, Lieferkettenengpässe, Projektverschiebungen, Qualitätsmängel bei älteren Anlagen sowie hausgemachte Probleme mit der neuen Landturbine 5.X verhagelten Gamesa die Bilanz. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Energie u. Rohstoffe

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