Neues Geschäftsfeld

Siemens macht Fahrplan-Apps für Bahnkunden

01.05.2017
Siemens baut nicht nur Züge, sondern versorgt Bahnkunden künftig auch mit Fahrplan-Informationen. Der Münchner Elektrokonzern übernimmt den Software-Anbieter Hacon in Hannover.
Siemens will künftig nicht nur Züge verkaufen, sondern auch mit Fahrplan-Apps für Bahnkunden punkten.
Siemens will künftig nicht nur Züge verkaufen, sondern auch mit Fahrplan-Apps für Bahnkunden punkten.
Foto: LDprod - shutterstock.com

Mit der Übernahme von Hacon erhält Siemens einen Anbieter, der für die Deutsche Bahn, viele regionale Verkehrsverbünde und zwei Dutzend ausländische Bahngesellschaften Fahrplan-Apps macht. Wenn die Kartellbehörden die Übernahme freigeben, soll diese bis Ende Juni abgeschlossen werden, teilte Siemens am Freitag mit.

Fahrplan-Software ist für den ICE- und U-Bahn-Hersteller Siemens ein neues Geschäftsfeld. "Wir wollen nicht nur Züge verkaufen, sondern auch Produkte, mit denen unsere Bahnkunden bei ihren Kunden punkten können", sagte ein Sprecher. Der Chef der Siemens-Bahnsparte, Jochen Eickholt, meinte: "Wir setzen damit konsequent die Digitalisierungsstrategie um und eröffnen uns neue Wachstumschancen entlang der Wertschöpfungskette unserer Kunden." Siemens biete jetzt Software-Lösungen für Zug- und Trassenplanung, Fahrplan-Information, Mobilitätsplattformen und Bezahlsysteme aus einer Hand an.

Hacon beschäftigt 300 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz im zweistelligen Millionenbereich. Die Kaufsumme wurde nicht genannt. (dpa/ib)

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