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Industrie 4.0

Skoda Auto vernetzt Fertigungssysteme

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mit der Eigenentwicklung dProduction treibt Skoda Auto die Vernetzung seiner Fertigungssysteme voran.
Skoda Auto unterstützt die Mitarbeiter in der Fertigung durch multimediale Inhalte.
Skoda Auto unterstützt die Mitarbeiter in der Fertigung durch multimediale Inhalte.
Foto: Skoda Auto

Das jüngste Projekt für die Vernetzung der Fertigungssysteme von SkodaSkoda Auto dreht sich um die Eigenentwicklung dProduction. Mit dem System will der Automobilbauer auch dem Ziel einer papierlosen Fabrik näher kommen. Für das Projekt haben 56 Mitarbeiter des tschechischen Autobauers an vier Themen gearbeitet: Visualization of Complexity, Digital Teamwork, Digital SQS (Qualitätssicherung) und Digital Work Instructions. Top-500-Firmenprofil für Skoda

dProduction unterstützt Fertigungsmitarbeiter zum Beispiel durch multimediale Inhalte. Die Lösung ersetzt damit Handbücher und Dokumentationen aus Papier. Dabei überwacht die Software den Angaben zufolge die korrekte Ausführung der Produktionsschritte, informiert über Änderungen im Produktionsablauf und weist Qualitätskontrollen nach. Der Mitarbeiter erhält auf einem Bildschirm digitale Anweisungen und erkennt anhand von Texten, 3D-Abbildungen oder Videos, wie und wo er welches Teil korrekt einbauen soll. Die Anwendung kann in mehreren Sprachen aufgerufen werden. Skoda Auto verspricht sich davon Zeiteinsparungen und ein geringeres Fehlerrisiko am Montageband.

Laut dem Autohersteller sind nun von der Entwicklung über die Produktionsplanung und Fertigung bis zur Qualitätssicherung alle Systeme digital verbunden. Skoda Auto hat dProduction im April 2019 auf einer von zwei Montagelinien im tschechischen Werk Kvasiny mit seinen rund 9.000 Beschäftigten implementiert. Produktionsvorstand Michael Oeljeklaus beziffert die Investitionskosten auf rund 1,2 Millionen Euro.

Skoda will die Lösung auch im Stammwerk Mlada Boleslav und mittelfristig in allen Werken einführen. Oeljeklaus kommentiert: "Die schrittweise DigitalisierungDigitalisierung der Produktion optimiert kontinuierlich die Fertigungsprozesse." Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Skoda Auto | Vernetzung
Branche: AutomotiveAutomotive
Zeitrahmen: seit April 2019
Mitarbeiter: 56
Produkte: Eigenentwicklung dProduction
Investitionskosten: rund 1,2 Milliarden
Einsatzort: Werk Kvasiny (produktiv), Stammwerk Mlada Boleslav und alle weiteren Werke (mittelfristig geplant) Top-Firmen der Branche Automobil

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